Interview mit Anika Loffhagen von Mother Black Cat

Im April geht es weiter mit verschiedenen Konzerten und vor allem beim elften Pop Meets Classic, einem der angesagtesten Musikevents in Braunschweig. Frontfrau Anika Loffhagen versprüht viel Energie, während sie singt, performt, gestaltet und Mutter ist.
Du stehst nicht nur mit der Band Mother Black Cat, sondern auch beim Kabarett und Schauspiel auf der Bühne und machst zusätzlich Vocal Coaching. Wie bist du ursprünglich zu Gesang und Performance gekommen?
Musik war in meiner Familie einfach immer vorhanden. Mein Vater ist Schlagzeuger, dementsprechend bin ich mit fünf Jahren zur musikalischen Früherziehung gegangen. Da habe ich das erste Mal im Chor gesungen. Dann kamen verschiedene Instrumente hinzu. Das Singen war für mich aber immer schon die beste und schönste Art, mich auszudrücken und Emotionen freien Lauf zu lassen. Irgendwann bin ich dann zum Schauspiel gekommen, einfach weil ich schon immer ein Show-Pony war, gerne auf die Bühne gegangen bin und schon als Kind unheimlich gerne Theater gespielt habe. Es hat sich immer alles ein bisschen vermischt und Schauspiel ist auch für mich als Rocksängerin gar nicht schlecht. Wenn man da ein wenig bewandert ist, kann man ordentlich die Sau rauslassen. (lacht)
Dieses Jahr bist du bei der ausverkauften Veranstaltung Pop Meets Classic sowohl solo als auch mit deiner Band vertreten. Was hat euch an diesem Format gereizt?
Erst mal, dass wir in der ausverkauften VW Halle spielen dürfen – das reizt schon enorm. Außerdem ist der Gedanke, mit dem Staatsorchester singen zu dürfen, natürlich unheimlich toll. Wenn es dann Pop oder, in unserem Fall, Rock ist, das sich vermischt, dann hat das einfach etwas Außergewöhnliches, das man sonst als Künstler eher selten erleben darf. Wir freuen uns schon sehr darauf, mit einem so ausgezeichneten Orchester zu spielen und sind natürlich auch unheimlich dankbar, dass wir dafür ausgewählt wurden, weil es sehr viele gute Bands in der Braunschweiger Musiklandschaft gibt. Das ist wirklich eine große Ehre. Ich möchte mich nochmal ganz herzlich beim Veranstalter bedanken. Es wird sicher eine wunderbare Veranstaltung und etwas, das uns ganz besonders im Gedächtnis bleiben wird.
Euer Album „Thousand Faces“  hat im März offiziellen Release-Termin. Beschreibe es bitte in drei Worten.
Wild, emotional und großartig.

Wo kann man dich und euch dieses Jahr noch spielen sehen? Was sind deine Highlights?
Es geht jetzt im April wieder los mit der Auftrittssaison für MBC. Am 7. April spielen wir in der Schuntille beim Frühlingsfest der Rockmusik. Das wird ganz klein und es gibt bestimmt eine super Atmosphäre. Am 8. April sind wir dann in der Stadthalle in Gifhorn zum Gifhornstock. Da waren wir letztes Mal schon und es macht enorm viel Spaß, ich kann es jedem ans Herz legen. Am 29. April sind wir natürlich in der VW Halle bei Pop Meets Classic. Das wird unglaublich grandios und ist auf jeden Fall auch bestimmt DAS Highlight dieses Jahr. Was sonst bis jetzt noch feststeht, ist ein Termin im August. Da werde ich in Fallersleben beim Altstadtfest mit beiden Bands auf der Bühne stehen. Einmal mit dem Musikkabarett Pimp my Mood und danach mit MBC als Rockröhre. Das hatte ich bisher noch nie und ich bin gespannt, wie sich das Ganze so darstellt. (lacht)

Ich war schon immer ein Show-Pony

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Bist du privat auf Festivals unterwegs?
Ja. Ich bin unheimlich gerne auf Festivals. Mein persönlicher Liebling bisher ist Rock im Park. Ich mag die Atmosphäre da sehr und campe eher auf den außerhalb gelegenen Campingplätzen im Grünen. Da kann man noch ganz gemütlich campen. Es kommt dann natürlich immer sehr aufs Line-up an, ob es grandios wird oder nicht. Ich schaue dann vorher, ob es sich lohnt. Wir hatten dort aber wirklich schon sehr gute Jahre. Auf vielen anderen Festivals hatte ich auch schon Spaß, auch auf den kleineren treibe ich mich ganz gerne mal rum, weil man da auch sehr häufig Bands für sich entdeckt, die man sonst nicht auf dem Schirm gehabt hätte. Natürlich spiele ich auch sehr gerne auf Festivals. Das Publikum ist immer auf eine ganz besondere Art ausgelassen und feiert einen, ob es einen kennt oder nicht. Nach so einem Gig hat man meistens am Merchandise-Stand noch nette Gespräche, was ich sehr mag. Also, Festivals: Daumen hoch!

Welchen guten Ratschlag würdest du deinem Ich von vor zehn Jahren aus heutiger Sicht mit auf den Weg geben?
(überlegt) Wenn ich in eine Zeitmaschine steigen würde … Ich würde zu mir sagen: Sei mal ein bisschen mutiger und mach’s einfach! Du packst das schon.
Du bist gelernte Mediengestalterin für Digital und Print. Wie kam es zur Gründung deines eigenen Text- und Designbüros wolkenstürmer?
Eigentlich habe ich den Beruf damals mit dem Gedanken gelernt, dass ich gerne irgendwann mal selbstständig arbeiten würde. Als Texter, als Mediengestalter, am liebsten natürlich als Musiker. Ich wollte auch immer schon Kindergeschichten schreiben, das kommt vielleicht auch noch. Da habe ich so einige Ideen. Für mich war es eigentlich immer klar, dass ich nicht 30 Jahre lang angestellt in ein und demselben Unternehmen arbeite. Dafür bin ich einfach nicht gemacht. Ich weiß gar nicht, wie ich es ausdrücken soll, aber es geht mir einfach irgendwann tierisch auf den Zünder, wenn ich bestimmte Dinge nicht mitendscheiden darf oder kann. Wenn man aus Entscheidungsprozessen ausgeschlossen wird. Als Angestellter muss man die Dinge so nehmen, wie sie sind, und da bin ich nicht unbedingt unheimlich gut drin. Ich bin ein sehr guter Teamplayer, aber ich möchte eben auch, was meinen Beruf angeht, ein gewisses Mitspracherecht haben, wenn nicht gar absolut eigenständig entscheiden können. Irgendwann kam dann der Punkt, an dem ich gesagt habe, warum eigentlich nicht jetzt? Dann habe ich es einfach gemacht.
Du bist berufliches Multitalent aber auch Mutter. Welcher Aspekt am Eltern-Sein hat dich komplett überrascht?
Der Verlust des Selbstbestimmt-Seins. Das hat mich doch ein bisschen überrascht. Also, was heißt überrascht. Man denkt immer: Natürlich verändert sich alles und da ist dann jemand, der auch ein Wörtchen mitzureden hat. Aber wie sich das anfühlt und in welchem Ausmaß es der Fall ist, kann man sich vorher nicht vorstellen. Ich glaube keinem Menschen, der sagt, er habe das ganz genau so eingeschätzt. Man ist nämlich eben nicht mehr selbstbestimmt, sondern immer abhängig davon, dass es dem Kind gerade gut geht. Nur dann kann ich den Tag so gestalten, wie ich mir das vorgestellt habe. Es gibt unendlich viele Möglichkeiten, einem den Tag zu versauen. (lacht)

Möchtest du sonst noch etwas loswerden?
Ich freue mich sehr auf dieses Jahr. Wir haben schon jetzt schöne Engagements und ich freue mich auf weitere. Auch das Vocal Coaching wird langsam, vor einem Jahr hatte ich noch nicht die Räumlichkeiten. Ich freue mich auf Leute, die ich kennenlernen werde, Anrufe und Aufträge, die ich noch bekomme. Immer her damit. Ansonsten hoffe ich doch sehr, viele von euch vor der Bühne wiederzusehen. Und abgehen zu sehen.
MBC c Detlev Werner 05

Text: Katharina Holzberger
Fotos: Heinz Spütz, Michael Pollmann Photography, Detlev Werner, Lars Hung

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