Internationales
Drummer Meeting

 

5. bis 7.Oktober
Kulturscheune (SZ-Lebenstedt)

 
Das Internationale Drummer Meeting zelebriert seinen 30. Geburtstag. Einer der diesjährigen prominenten Dozenten – Dirk Brand – gab uns Einblicke in sein musikalisches Schaffen und seine bisherige Teilnahme am Schlagzeuger-Treffen.

Einmal jährlich findet sich die internationale Drummer-Elite in Salzgitter-Lebenstedt ein, um gemeinsam zu trommeln und Interessierten im Rahmen sogenannter „Masterclasses“ Wissenswertes über das Schlagzeug-Spielen beizubringen. Dieses Jahr feiert das musikalische Event sein 30-jähriges Jubiläum: Ralli Lewitzki, damaliger Schlagzeuglehrer und Drummer der Braunschweiger Kultband FEE, entwickelte bereits Ende der Achtzigerjahre die Idee zu einem regelmäßigen Meeting. Seitdem ist eine lange Zeit vergangen, in der die Zusammenkunft der schlagzeugspielenden Künstler so einige berühmte Drummer nach Salzgitter-Lebenstedt geholt hat: In die Hall of Fame des Salzgitteraner Drummer Meetings reihen sich unter anderem Gregg Bissonette (Toto, Ringo Starrs All Starr-Band), David Garibaldi (Tower of Power), Mark Schulman (Cher, P!nk), Gerry Brown (Stevie Wonder), Chester Thompson (Genesis), Will Calhoun (Living Colour), Ricky Lawson (Steely Dan, Michael Jackson) und viele mehr ein. Auch 2018 nehmen insgesamt zehn hiesige und internationale Künstler teil. Wir hatten die große Freude, im Rahmen unserer Vorankündigung zum 30. Drummer Happening mit mehreren Musikern im Vorfeld zu sprechen. Erst im Nachgang sprachen wir mit Dirk Brand, einem weiteren teilnehmenden Dozenten des Meetings. Seit seinem Studienabschluss mit Auszeichnung als Absolvent des Percussion Institute of Technology in Los Angeles ist Dirk aus der Schlagzeuger-Szene nicht mehr wegzudenken. Er erzählte uns unter anderem, wie damals seine Drummer-Karriere begann und was er den Teilnehmern seiner Masterclasses weitergeben möchte.


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„Man könnte ihn gewissermaßen als Motor bezeichnen, ohne ihn geht gar nichts.“

Hallo Dirk, warum nimmst du am diesjährigen Internationalen Drummer Meeting teil, warst du 2017 auch dabei?
Ich habe schon so oft daran teilgenommen, dass ich inzwischen gefühlt zum Inventar gehöre (lacht). Ralli Lewitzki hat mit dem Schlagzeuger-Treffen in Salzgitter einfach etwas Großartiges geschaffen, das auf einer langen Tradition beruht. Deshalb merke ich mir das immer frühzeitig in meinem Terminkalender vor – es ist ein absolutes Muss.

Was macht das Event für dich aus?
Das Besondere daran ist, dass wir in einer schönen, entspannten Atmosphäre mit Dozenten und Studenten gemeinschaftlich arbeiten können. Das macht jede Menge Spaß und bringt mich auch immer zu neuen Erkenntnissen.

Wen würdest du da gerne mal treffen?
Ich habe da keine Präferenzen und freue mich einfach auf all die lieben Menschen, denen ich dort bisher immer begegnet bin.

Warum ist ein internationales Drummer-Netzwerk deiner Meinung nach so wichtig?
Auf dieser Zusammenkunft merkt man schon, dass Drummer eine eingeschworene Gemeinde sind. Dazu kommt der vielfältige Austausch zwischen allen Beteiligten, den man so nirgends antrifft und der noch lange seinesgleichen suchen wird.

Muss ein Drummer einer seichten Pop-Band dieselben Fertigkeiten mitbringen wie der einer Hochgeschwindigkeits-Metal-Band?
Die Anforderungen an beide unterscheiden sich in keinster Weise, ein Drummer muss bei allen Jobs immer höchst konzentriert sein. Er ist das Bandmitglied, das die Gruppe in jeder Musikrichtung zusammenhält. Man könnte ihn gewissermaßen als Motor bezeichnen, ohne ihn geht gar nichts.
War es dein Traum, Drummer zu werden?
Soweit ich denken kann, wollte ich schon immer trommeln. Das ging schon im Kindergarten los (lacht). Ursprünglich wollte ich bei einem Fanfarenzug mitmachen, aber da haben sich meine Eltern quergestellt. Sie meinten, dass ich es wenn dann richtig lernen sollte und nicht nur so halb.

Und wie fing alles dann an?
In meiner Heimatstadt gab es einen bekannten englischen Jazz Trommler Namens James Sargent. Der nahm mich zunächst privat unter seine Fittiche, weil man an der Musikschule damals erst mit zehn Jahren Drums lernen konnte.

Neben den ganzen Auftritten der letzten Jahre: Erinnerst du dich überhaupt an die erste Band, mit der du aufgetreten bist?
Es stimmt schon, ich spiele jährlich auf etwa 120 bis 150 Veranstaltungen, ob Konzerte, Workshops oder andere Events. Dennoch erinnere ich mich sehr genau an meine erste Band, das war Kilroys Desire. Mit zwölf Jahren war ich damals der Jüngste, alle anderen waren zwischen 16 oder 17 Jahre alt.

Welche Erfahrungen haben dich in deiner bisherigen Laufbahn besonders geprägt?
Ich komme immer wieder mit unbekannten Menschen, neuen Kulturen und von mir unbereisten Ländern in Berührung und lerne so nie wirklich aus. Es hört sich vielleicht ein wenig schmalzig an, aber ich bin wirklich sehr dankbar dafür, machen zu können, was mir gefällt.

Woher nimmst du die Motivation zum Schlagzeug spielen?
Es ist meine Passion und gibt mir zudem die Möglichkeit, sehr viel meines Innenlebens auszudrücken. Wie bei jedem Job hat man mal bessere und mal schlechtere Tage, an denen man vielleicht auch mal weniger Lust hat. Allerdings kommt sie während der Vorbereitung auf den nächsten Gig oder die nächste Herausforderung wieder, dann überwiegen der eigene Ansporn und die Vorfreude (lacht).
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Wie schränkt dich dein Schlagzeugerleben ein?
Es gibt schlicht und ergreifend keine Einschränkungen. Arbeiten muss man in jedem Job viel, besonders dann, wenn man selbstständig ist, was das Wort „selbstständig“ – ständig und selbst arbeiten – ja auch impliziert. Irgendwie habe ich das Gefühl, dass sich die heutige Jugend gar nicht mehr darüber im Klaren ist…

Wer ist dein Drummer-Vorbild?
Da gibt es viel zu viele, um sie alle aufzuzählen. Mich haben sehr viele verschiedene Schlagzeuger beeinflusst. Da wären Tony Williams, Vinnie Colaiuta, Phil Gould, David Garibaldi, Stewart Copeland um dir nur einen winzigen Einblick zu geben (lacht).

Inwiefern hat deine Passion zum Schlagzeugspiel dein Leben beeinflusst?
Mein Leben ist manchmal sehr unruhig, weil ich in kürzester Zeit von A nach B kommen muss. Dennoch bin ich sehr froh dafür, dass ich meine Passion zur Profession machen konnte. Ich freue mich auf jeden Tag und jeden neuen Menschen, der meinen Weg kreuzt und mit dem ich zusammenarbeiten darf.

Wie bereitest du dich auf das Drummer-Spektakel vor und was wirst du spielen?
In meinen Kursen wird es eine spannende Reise durch verschiedene Musikgenres mit vielfältigen Soundeffekten geben. Ich habe nämlich ein elektronisches Schlagzeug im Gepäck, ein sogenanntes V-Drum. Daran werde ich veranschaulichen, was heutzutage im Elektro-Drumming so alles möglich ist.
Was möchtest du den Teilnehmern der Masterclasses beibringen?
Ich habe für die Studenten durchstrukturierte Übungspläne entwickelt mit interessanten, modernen Ansätzen. Da wird, denke ich, wirklich für jeden etwas dabei sein, um sich weiterzuentwickeln. Alles in allem wird aber vor allem richtig viel getrommelt (lacht).

Worauf freust du dich am meisten, wenn du an das anstehende Schlagzeuger-Event in Salzgitter-Lebenstedt denkst?
Auf die familiäre Atmosphäre des Meetings und eine klasse Stadt mit einem ganz besonderen Flair.

Möchtest du noch etwas loswerden?
Ich fass‘ mich kurz: Macht euch selbst ein Bild von dem musikalischen Happening. Kommt zum Internationalen Drummer Meeting und genießt eine Runde Live-Drumming. Glaubt mir, es wird ein grandioses Fest.

Ich danke dir für das nette Gespräch und bin gespannt auf die Zusammenkunft der Rhythmusknechte!
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Interview Viktoria Knapek
Fotos Firma Roland / Dirk Brand / Privat / R. Karliczek

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