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Staubkind

19. Mai | Lokpark
Akustik Tour 2018 - Wo wir zu Hause sind

Am 19. Mai kommt Staubkind mit seiner unverwechselbaren Akustik-Konzertreihe
„Wo wir zu Hause sind“ in den Braunschweiger Lokpark.
KF staubkind 2018 3 Art
Die Berliner Band um Louis Manke hat in den vergangen Jahren eine ungewöhnliche Entwicklung gemacht: Weg vom Gothic-Sound, hin zum Pop. Trotz der neuen musikalischen Orientierung begeistert Louis weiterhin mit seiner markanten Reibeisenstimme. Mit feinfühligen Songs spricht er Menschen aus der Seele und gibt in schwierigen Situationen Halt. Wir wollen wissen, was sich hinter seinem Lebensmotto „Fang dir deine Träume ein“ versteckt, wie Staubkind mit Kritik umgeht und was ihm der Graf von Unheilig mit auf den Weg gegeben hat. Louis hat uns exklusive Einblicke in sein Herzensprojekt gegeben.

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Hallo Louis! Stell dir vor, du würdest einem fantasielosen Menschen gegenüberstehen. Wie würdest du ihm „Fang dir deine Träume ein“ erklären?
Sich seine größten Wünsche zu erfüllen und ebendas ganz vorne anzustellen, wenn man morgens aufsteht. Versuchen, sich an dem Tag das zu erfüllen, woran man am meisten glaubt. Früh aufzustehen und zu sagen: Mensch, ich kann die Welt verändern – meine Welt –, heute kann ich mir meine Träume fangen! Das kann man jeden Tag machen. Für mich als Musiker und eben auch für Staubkind hat sich das zum Lebensmotto entwickelt. Das hat die letzten 13, 14 Jahre ganz gut funktioniert (lacht).

Das aktuelle Studioalbum „An jedem einzelnen Tag“ bezeichnest du als „Mutmach-Album“. Wem möchte Staubkind Mut machen?
Es hat sich herauskristallisiert, dass viele die Songs mit in den Alltag nehmen. Ich kriege sehr viel Post und Feedback, was die Leute mit meiner Musik so erleben. Und das ist manchmal sehr schockierend. Wenn man eine E-Mail öffnet und dann von jetzt auf gleich: Bam, der gestorben, das passiert. Es sind aber auch schöne Sachen dabei wie heiraten und Kinder kriegen. Inzwischen gibt es einige Kinder, die mit dem Namen Louis durch die Gegend rennen, weil die Eltern mich ganz toll fanden (lacht). Musik ist halt das, was einem bei schönen und schwierigen Momenten im Leben hilft. Das klingt jetzt alles ein bisschen abgedroschen, aber ich glaube, dieses Album ist zu einer Zeit rausgekommen, in der das sehr aktuell ist. Momentan – in jeglicher Hinsicht – braucht man etwas, was einem Mut macht.
Warum willst du Menschen helfen? Hast du selbst schlechte Erfahrungen gemacht? Wie bist du damit umgegangen?
Schlechte Erfahrungen hat ja jeder irgendwie gemacht, oder? Auf der einen Seite ist das so meine Lebenseinstellung – ich bin ein sehr sozialer Mensch. Das kommt auch durch meinen Beruf, ich habe damals Kinderpfleger gelernt. Ich finde es gut, jemandem zu helfen und Mut zu machen. Das ist ein Teil von mir und man bekommt sehr viel zurück. Es ist schön, anderen zu helfen, ob nun mit einem Klaps auf die Schulter oder indem man jemanden auf einem schweren Weg begleitet.

Du hast es gerade angesprochen: Früher warst du Kinderpfleger und Erzieher. Wie fließen diese Erfahrungen mit in deine Songs ein?
Schon sehr, es gibt immer hier und da ein verstecktes Kinderlied für Erwachsene. Auf dem aktuellen Album ist das „Mit Kinderaugen“. Ein Titel, den ich gerne singe. Das ist live dann sehr toll, wenn die Leute den Refrain mitsingen und hinterher sagen: „Mensch, die Welt noch mal mit Kinderaugen sehen!“ Wenn ich nicht Musiker geworden wäre, würde ich wahrscheinlich immer noch im Kindergarten sitzen (lacht).

Betrachtet man die Bandgeschichte von Staubkind, kristallisiert sich Unheilig als Mentor heraus. Was hat dir der Graf musikalisch mit auf den Weg gegeben?
Der Graf hat mir gesagt: „Mach! Es ist am Ehrlichsten, wenn du das machst, womit du dich wohlfühlst.“ Es gibt viele Bands, die 20 Jahre dieselbe Musik machen und Angst davor haben, sich zu verändern oder Fans zu verlieren. Da gibt’s viele Gründe, auch Existenzgründe. Ich bin jemand, der unabhängig von meiner Gothic-Vergangenheit sehr harmonisch und poppig unterwegs ist. Also haben wir das irgendwann gemacht und ehrlich gesagt fühlt sich die Entscheidung richtig und gut an. Es ist nicht immer einfach mit der Vergangenheit, weil man weiterhin in diesen Topf gesteckt wird, aber das gehört jetzt einfach zu uns und wir stehen dazu.
Du hast dich aus melodischen Gründen und wegen deiner Stimme bewusst für diesen Wandel entschieden. Inwiefern kommt deine Stimme heute besser zur Geltung als damals?
Popmusik ist im Prinzip einfach zu beschreiben: Man lässt alles weg, was nicht wichtig ist, also instrumentalmäßig. Und wenn man was weglässt, haben andere Sachen mehr Raum. Das gefällt mir an der Popmusik. Auch wenn sie manchmal sehr durchgelutscht ist und sich vieles wiederholt, hat die Stimme mit einer Gitarre oder einem Klavier einfach viel mehr Platz. Ganz am Anfang von Staubkind hatten wir fünf, sechs Gitarrenspuren und ganz viele Synthesizer drin. Das war alles sehr dicht und ich musste ziemlich laut singen. Heute kann ich auch mal leise singen und es wird trotzdem wahrgenommen. Es ist eine Kunst, was wegzulassen, aber weniger ist manchmal mehr.

KF staubkind 2018 6 Art

 Wie gehst du mit Kritik um? Wie begegnest du Menschen, die mit deinen feinfühligen Texten weniger anfangen können?
Wir haben durch diesen Wandel sehr viel Kritik einstecken müssen. Einmal hatten wir einen Auftritt bei GZSZ, das war schon schwierig auf Facebook. Da habe ich insofern gelernt mit Kritik umzugehen, als dass ich gesagt habe: Ich kann mit allem leben, so lange es höflich und respektvoll formuliert ist. „Deine Musik ist scheiße“ ist einfach keine Art, was zu kritisieren. Wenn mir jemand sagt: „Deine Stimme ist jetzt nicht so mein Fall“ ist das anders, damit kann ich umgehen. Oder so was wie „Du hast total schief gesungen.“ Ja, dann ist das so. Ich selber unterscheide zwischen Handwerk und Geschmack. Also, wenn ich mir Helene Fischer angucke, muss mir die Musik nicht gefallen, aber was sie handwerklich macht, finde ich großartig. Vor ihrer Leistung habe ich Respekt. So gehe ich an Musik ran und fände es schön, wenn man das mit meiner Musik genauso
machen würde.

„Ich unterscheide zwischen Handwerk und Geschmack“

Was ist das Besondere an der Akustik-Konzertreihe „Wo wir zu Hause sind“, von denen Staubkinder so schwärmen?
Das Besondere daran ist, dass es wie ein Familientreffen ist. Man trifft viele bekannte Gesichter, die immer wiederkommen und gleichzeitig ist kein Konzert wie das andere. Wir spielen zwar dieselben Songs, aber ich bin auch sehr spontan. Es ist kein vorgefertigtes Programm, bei dem immer dasselbe passiert. Wie auf Familienfeiern und Geburtstagen kommen meistens dieselben Leute zusammen, aber man hat sich trotzdem immer etwas Neues zu erzählen und manchmal kommen auch neue Gäste dazu. Das Gesamtpaket ist halt das Besondere. „Wo wir zu Hause sind“ ist eine unverwechselbare Akustik-Konzertreihe, die noch ein paar Jahre weitergehen soll.

Im Mai hast du einen solchen Akustik-Auftritt im Lokpark. Worauf können sich deine Braunschweiger Fans freuen?
Auf ein familiäres Wiedersehen und ein schönes Akustik-Konzert. Wir werden etwa zwei Stunden spielen und danach wird es eine Autogrammstunde geben. Jeder kriegt die Möglichkeit, mich kurz persönlich zu sprechen. Wer uns kennt, weiß, was ihn erwartet, und wer uns kennenlernen möchte, ist herzlich eingeladen – wir freuen uns drauf! Kurz vor der Tour kommt noch ein neues Akustik-Album raus, also gibt es auch was Neues auf die Ohren.
Staubkind engagiert sich auch für soziale Zwecke. Letzten Dezember hast du beispielsweise 50 Weihnachtsbeutel im Wert von 1 000 Euro an den Kältebus der Berliner Stadtmission gespendet. Warum liegt dir das am Herzen und hast du eine nächste Wohltat geplant?
Ja, diese Kältebus-Geschichte … Es ist ehrlich gesagt nicht so leicht, als Band etwas zu bewegen. Da gibt es viele Organisationen, die sagen: „Ihr seid ja gar nicht so bekannt – nö, wollen wir nicht!“ Dann habe ich vom Kältebus erfahren. Inzwischen unterstützen wir die Aktion das zweite Jahr infolge. 2016 haben unsere Fans mehr Geld gespendet als erwartet, deshalb konnten wir Ende letzten Jahres erneut Beutel für Obdachlose sammeln. Der Gedanke dahinter ist einfach: Anderen einen Beutel Wärme, also Weihnachten, zu schenken. Dieses Jahr möchten wir versuchen, die Aktion nicht nur in Berlin, sondern auch in anderen Großstädten durchzuführen. Das ist eine große Herausforderung, wir suchen auch schon Partner. Letztendlich kann ja jeder so einen Beutel packen und den bei der Stadtmission abgeben. Mal schauen, ob wir das 2018 umsetzen können. Wenn wir es dieses Jahr nicht schaffen, dann auf jeden Fall nächstes.

Zu guter Letzt: Was steht bei dir als nächstes an − musikalisch und privat?
Privat ist es gar nicht so spannend bei mir, Musik machen halt (lacht). Die Tour steht jetzt als nächstes an. Am 20. April kommen das neue Akustik-Album „Hinter meinen Träumen“ und am 6. April die Vorab-Single „Deine Zeit“ raus. Das ist alles gerade tierisch spannend. Aber keine Sorge: Ich schreibe auch schon Songs für das nächste reguläre Album.


Eine Verlosung mit 2x2 Tickets (Gästeliste) zum Konzert am 19. Mai gibt es hier.

Interview Viktoria Mitjuschin
Fotos Staubkind

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