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Im Interview mit DJ und Musikproduzent Curt Powell

Unter der Woche ist er in der Uni, am Wochenende rockt Curt Powell die Clubs der Region. Im Interview verrät uns der Student
wie schwer es ist, in der Szene Fuß zu fassen, und mit wem er sich einen gemeinsamen Track vorstellen könnte.

Paul, wann und wie bist du damals zum DJing gekommen?
Nachdem ich zufällig mit einer DJ-Software in Berührung gekommen war und auch Gefallen daran gefunden hatte, habe ich etwa 2013 angefangen, auf verschiedenen Abipartys für unseren Jahrgang aufzulegen.

Übst du deine Tätigkeit hauptberuflich aus und was hast du vorher gemacht?
Hauptsächlich bin ich Student der Medienwissenschaften und des Kommunikationsdesigns in Braunschweig und lege eigentlich nur nebenbei auf. Kurz nach Beginn meines Studiums habe ich auch mit dem DJing angefangen, um mir Geld dazu zu verdienen.

Wo konnte man dich bisher schon so hören?
Hauptsächlich konnte man mich bisher natürlich in Braunschweig hören, des Weiteren aber auch in Wolfsburg, Magdeburg und Leipzig.

KF Curt Powell c privat 02

Ich will mich gar nicht festlegen, sondern mache immer das, was mir am meisten Spaß bringt.

Was hast du dir von deinem ersten Honorar als DJ gekauft?
(überlegt) Vermutlich meinen Mixer, aber genau kann ich mich nicht mehr erinnern.

In welchen Städten hast du besonders gern als DJ aufgelegt?
Generell gibt es da keine besonders favorisierten Städte bei mir. Ich lege eigentlich überall dort gern auf, wo die Leute aus sich herausgehen und somit gute Stimmung in der Crowd herrscht.

Was war deine verrückteste Erfahrung als DJ?
Das war bei einem Gig in Wolfsburg. Die Menge hat in dieser Nacht so krass mitgemacht, dass ich dachte, ich würde ein Festival bespielen. Alle waren zu mir und dem MC (Anmerk. d. Red.: Moderator, der die Menge animiert und Stimmung macht) gewandt, haben gejubelt und mitgesungen. Das war schon echt cool!

Wie schwer ist es, als DJ und Musikproduzent,  in der Szene Fuß zu fassen?
Ich denke es wird aktuell immer schwieriger, da die DJ-Szene überschwemmt wird. Allerdings bin ich auch der Meinung, dass Qualität schlussendlich immer Erfolg haben wird, es aber viel Arbeit und Energie kostet. Wenn man mit seinen Produktionen besticht, sollte es dennoch möglich sein, sich durchzusetzen.

Momentan gehen junge DJs durch die Decke. Woran liegt das?
Ich denke, das liegt daran, dass gerade diese DJs mit ihren Produktionen den Nerv der Zeit treffen. Ich finde es aber wichtig zu unterscheiden, dass diese Jungs vornehmlich Produzenten sind und mit ihren Tracks Erfolg haben. Diese legen sie zwar live auf, aber sie sind deutlich von den DJs zu unterscheiden, die Abend für Abend im Club auflegen, eine Party vorbereiten, rocken und wieder ausklingen lassen und nicht nur maximal Zwei-Stunden-Sets performen. Damit will ich auf keinen Fall eine Wertung treffen, sondern nur deutlich machen, dass es heutzutage zwei unterschiedliche Auffassungen von DJs gibt.

Wie würdest du deine Musik beschreiben?
Für meine Musik lässt sich schwer ein zusammenfassender Begriff finden. Da ich meine Einflüsse in Moombahton, Dancehall und R’n’B finde, würde einer dieser Begriffe wohl zutreffen, aber das kommt immer auf den jeweiligen Track an. Letzten Endes will ich mich auch gar nicht festlegen, sondern mache immer gerade das, was mir am meisten Spaß bringt.

Wie kam dein Künstlername zustande?
Mein Künstlername ist eine Umkehrung meines Vor- und Nachnamens mit ähnlich klingenden Wörtern. Powell habe ich ausgewählt, weil es wie mein Vorname, Paul, klingt und Curt ist eine Abwandlung meines Nachnamens.

David Guetta und Robin Schulz haben sich erst kürzlich für ein gemeinsames Song-Projekt zusammengetan. Mit wem könntest du dir eine solche Kooperation vorstellen?
Künstler, mit denen ich gern einmal zusammen arbeiten würde, wären beispielsweise die Tropkillaz, Braindead oder Ape Drums. Ich feiere ihre Musik total!

KF Curt Powell c privat 01

Konntest du schon einen großen Erfolg im Musikbusiness verbuchen?
Ich freue mich immer, wenn ich sehe, dass DJs meine Musik spielen. Sehr glücklich war ich, als ich einen meiner Songs im Video eines bekannten Fitnesscoaches, den ich vorher nicht kannte, gehört habe. Er tanzt zu meinem Track in einem Dayclub in Dubai. Zu wissen, dass meine Tracks mittlerweile in weit entfernten Ländern und in berühmten Diskotheken gespielt werden, motiviert mich sehr, weiterzuarbeiten.

Welchen Bezug hast du zu Braunschweig, Wolfsburg und den Clubszenen der Städte?
Braunschweig hat eine meiner Meinung nach ausgewogene Clubszene, in der für jeden etwas dabei ist. In Wolfsburg gibt es leider immer weniger Clubs, aber ich denke, das könnte sich in den nächsten Jahren wieder ändern, denn auch dort gibt es viele feierwütige junge Leute, die sich über eine Nacht mit Freunden und guter Musik freuen.

Text: Lisa Matschinsky
Fotos: Privat

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