(Anzeige) Monsterrock im Lokpark | Im September treffen sich lokale Bands wieder in industrieller Atmosphäre: Der Lokpark ist nicht ohne Grund Schauplatz von Monsters of BS Rock, er hat sich längst als alternativer Veranstaltungsort für Konzerte, Partys und Märkte etabliert. SUBWAY traf sich zum Gespräch mit Anna, der Sängerin der Alternative-Rock-Band Echosonic, Averell von der legendären Booze Band, der dieses Jahr mit The Sixtees teilnimmt, Organisatorin Dörte und Carsten, dem Veranstalter der Monsters-of-BS-Rock-Party.

Monsters of BS Rock | 30. September | 19 Uhr | Lokpark (BS)

c Kathleen Kalle Beitrag1

Viele Bands verschiedener Stilrichtungen in einmaliger, charakterstarker Location. Die Mitglieder wechseln untereinander, junge Künstler und Altrocker inspirieren sich gegenseitig und schaffen etwas komplett Neues – das ist die Idee von Monsters of BS Rock, vielen noch bekannt als Monsterparty, die auch dieses Jahr wieder im Braunschweiger Lokpark stattfindet. Das Konzept ist in der Stadt einzigartig. Um uns davon ein genaueres Bild machen zu können, treffen wir einige Verantwortliche. An einem lauen Sommerabend sitzen wir am Ort des Geschehens mit Anna, Dörte, Averell und Carsten an einem Tisch und diskutieren darüber, was die Braunschweiger Musikszene so besonders macht und worum es beim Monsterrock eigentlich geht. „Viele Bands können sich gleichzeitig präsentieren. Das ist nur möglich, wenn man die Slots kurz hält. Jede Band spielt drei, vier Stücke. Bandmitglieder können untereinander ausgetauscht werden“, erklärt Carsten, der für das Marketing zuständig ist. So fand auch die erfolgreiche Rolling-Stones-Coverband Voodoo Lounge zusammen, die im September ihr 20. Bestehen im Lokpark feiert.

Einer, der von Anfang an beim Monsterrock dabei war, ist Averell Dalton, damals Leadsänger in der Booze Band und bis heute in mehreren Projekten aktiv. Als er gefragt wurde, ob er im Lokpark dabei sein möchte, musste er nicht lange überlegen. Der Zusammenhalt lokaler Bands spielt für ihn eine wichtige Rolle. „Das Konzept der Konkurrenz unter Musikern kommt unter anderem von TV-Formaten, es ist ein Hype, der adaptiert wurde. Das muss aber nicht sein. Wir haben mit der Booze Band viel gespielt. Es gibt eine befreundete Band, Rocking Horse, die sich offen als Fans bekennen und viel aus unserem Programm übernehmen. Ohne Konkurrenzdenken. Eher geht es um Kreativität und darum, eine Gemeinschaft entstehen zu lassen. Man nimmt sich ja nichts weg.“

Das sieht auch Anna so, die für Echosonic am Mikrofon steht: „Man könnte mal zusammen auftreten, das passiert aber einfach nicht, weil jeder für sich ist. Das finde ich sehr schade. Auch beim Local-Heroes-Contest in Hannover haben wir nur mit einer anderen Band reden können. Ich würde mir eine bessere Zusammenarbeit wünschen, meistens verläuft dies aber im Sande.“ Ihren Stil beschreibt sie als gemischt, von Akustik bis Metal sei alles dabei. Auf die Frage, was wohl in 50 Jahren sein wird, antwortet die 24-Jährige: „Ich finde die Vorstellung schön, dann immer noch Musik zu machen. Auch mit den Jungs, denn es macht mir wirklich viel Spaß, in der Band zu spielen. In der Zusammenstellung gibt es uns fast seit vier Jahren, wir kennen uns aber schon seit der Schulzeit. Heutzutage gibt es diesen krassen Trend, sich zu gründen, dann kurz Erfolg zu haben und sich wieder aufzulösen. Dem wollen wir entgegensteuern. Es macht uns gleich viel Spaß, auf kleineren und größeren Veranstaltungen zu spielen. Berühmt zu werden liegt allerdings noch außerhalb meiner Vorstellungskraft. Für mich ist die Musik ein Hobby, auch wenn es eine Wunschvorstellung wäre, damit Geld zu verdienen und groß rauszukommen. Aber ich glaube, es ist nicht ganz leicht, da gut reinzukommen, so wie es früher der Fall war. Für uns ist das Wichtigste, dass wir bei jedem Auftritt Spaß haben und unser Bestes abliefern. Selbst wenn es mal nicht so gut klappt, ist das auch kein Problem. Eigentlich sind wir Freunde, die zusammen Musik machen.“

Zum Gespräch kommt auch der Mangel an Auftrittsmöglichkeiten. „Zwischen B58 und Stadthalle gibt es außer dem Lokpark nichts“, bedauert Carsten. „Die Eröffnung einer neuen Location muss gut durchgerechnet werden. Der Lokpark wird ständig weiterentwickelt und umgebaut. Langsam wird er als Veranstaltungsort bekannt.“ Neben Konzerten gibt es dort auch einen Designmarkt, Musicalaufführungen, eine Silvesterfeier und Street-Food-Festivals. Zu letzteren hat Averell gleich eine Anekdote: „Ich wollte ein extra scharfes Curry essen, habe dann aber schnell gemerkt, dass es viel zu scharf war und musste mich dann als Notfall am Käsekuchenstand vordrängeln“, erzählt er unter großem Gelächter.

Um aber zur Musik zurückzukommen, mit dem Live-Format der Monsterparty soll auch der Kommerzialisierung und Anonymisierung der Musik entgegengesteuert werden. „Wenn ein Programm Playlisten für dich zusammenstellt und du das unterwegs hörst, weißt du am Ende keine Details, etwa wer singt oder welches Album gespielt wird“, kritisiert Carsten. „Die Leute kriegen den Arsch nicht mehr hoch“, wirft Averell ein. „Das war früher anders. Wenn heute ein Tröpfchen Regen fällt, bleiben gleich alle zu Hause. Dann freut es mich umso mehr, wenn eine Veranstaltung das Gegenteil beweist. Neulich haben wir einen Gig gespielt und darauf sofort vier Nachfolgejobs bekommen.“ Hoffnungsvoll fügt er hinzu: „Der Spirit schlummert, er ist nicht tot.“

 

 

Echosonic c Der Fotobutze Alexander Lehne Fotografie Beitrag2
Sixtees c Klingenberg Beitrag3

Text: Kathleen Kalle, Katharina Holzberger
Fotos: Kathleen Kalle, Der Fotobutze – Alexander Lehne Fotografie, Klingenberg

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