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Slinky Crystal Tunes

30. April /
Naturfreundegelände Südsee (BS)
slinky-crystal-tunes.de
Das Braunschweiger Crossover-Sextett Slinky Crystal Tunes releast seine neue Single „Holes“ im B58 – Support gibt’s von den Hannoveranern The Planetoids.
Bild 2 c Frank Tobian art
Ein bisschen Vintage, eine Prise Stil-Mischmasch zwischen Off-Beat, Funk und Indie und definitiv tanzbar: Das sind Slinky Crystal Tunes. Die sechs Braunschweiger Jungs springen durch die Genres und kreieren so ihren unverkennbaren Sound. Letzten Sommer haben sie ihr drittes Album „Earth Is Speaking“ herausgebracht – am 22. März releasen sie schon die nächste Single „Holes“ im B58. Wir haben mit ihnen über The Planetoids, das Seventies-Revival und musikalischen Schaffensdrang gequatscht.
Ein gutes halbes Jahr nach dem Album-Release von „Earth Is Speaking“ kommt schon eine neue Single. Verbringt ihr einfach gerne Zeit im Studio oder ist der Erfolgsdruck so groß?
Peer Der Grund dafür, dass nicht mal ein halbes Jahr zwischen dem letzten Album und der neuen Single liegt, ist wahrscheinlich einfach der ungebrochene kreative Drang dazu, neue Musik zu schaffen. Nachdem wir die Studioproduktion Anfang 2018 zum Mischen gegeben haben, war einfach im Kopf ein Haken hinter den Album-Songs. So haben wir letztes Jahr schon neue Songs erarbeitet, von denen jetzt einer veröffentlicht wird – allerdings nicht als Vorbote eines dritten Albums. Vielmehr probieren wir uns gerade musikalisch ein wenig aus und es werden sicherlich nicht alle Sound-Experimente aus dem Proberaum den Weg zur Veröffentlichung oder auf die Bühne überleben. Aber vielleicht hauen wir im Laufe des Jahres immer mal wieder so ein, zwei Dinger raus und vielleicht wird am Ende auch eine EP gepresst ... Wer weiß? Von Erfolgsdruck haben wir jedenfalls bisher nicht wirklich was mitbekommen.
Welches ist euer absolutes Lieblingslied aus eurem Repertoire?
Peer Da kann man auch gleich eine Mutter nach ihrem Lieblingskind fragen ... Für unser Live-Set stellt sich bei der Songauswahl weniger die Frage nach persönlichem Geschmack, sondern eher nach Publikumswirksamkeit und einer stimmigen Spannungskurve im Laufe des Abends. Wer uns live gesehen hat, ist sicherlich schon mal über unsere Live-Medleys und alternativen Versionen alter Slinky-Crystal-Tunes-Songs gestolpert, die wir intern übrigens Party-Versionen nennen. Das ist unsere Art, Songs wieder Leben einzuhauchen und altbekannte Texte und Melodien neu zu denken.
Tobi Vom aktuellen Album ist es bei mir „Never Asked“ – eine ziemlich abgefahrene Aneinanderreihung von teilweise sehr verschiedenen Parts. Das Ganze endet in einem ordentlichen Drum‘n‘Bass-Geballer. Der Song macht live richtig Spaß und ist zudem auch einfach schön anzuhören. Außerdem finde ich, dass er ein sehr repräsentativer Querschnitt unserer Musik ist.

Für eure Single-Release-Party habt ihr euch The Planetoids mit ins Boot geholt. Warum diese Band?
Tim Irgendwie hat jeder von uns die Planetoids schon mal unabhängig voneinander gesehen, manche kennen die privat und sie kommen auch aus Hannover, wie Peer und Arkon. Wenn sie dann mal zum Gesprächsthema werden, ist die Quintessenz immer, dass die Jungs genau wie wir ein bisschen spinnen, aber richtig gute Musik machen. Und weil wir noch nie gemeinsam ein Konzert gespielt haben, war das eine super Gelegenheit, das endlich mal nachzuholen.

„Jeder Gig ist wie eine kleine Klassenfahrt“

Laut eurer Facebook-Beschreibung drehen sich die Uhren auf die 70er zurück, wenn ihr die Bühne betretet. Warum ausgerechnet die 70er als Jahrzehnt eurer Wahl?
Tim Das ist ganz unterschiedlich. Allgemein kann man sagen, dass diese Zeit ja gerade schon ein kleines Revival feiert und das hat bei uns natürlich auch mehr oder weniger Einzug gehalten. Noch konnte sich zwar niemand vom Schnauzer überzeugen lassen, aber vielleicht kommt das ja noch. Viel wichtiger ist aber der musikalische Aspekt der 70er. Auch, wenn wir schon immer Genres gemischt haben, finden sich ständig Elemente aus Funk und Reggae wieder und in dieser Hinsicht sind die 70er Jahre nun mal eine
riesige Schatztruhe.
Ihr habt auch schon auf dem Weedbeat und dem Summertime Festival gespielt. Wo tretet ihr lieber auf: In intimen Clubs oder auf Open-Air-Festivals?
Tobi Das kommt ein bisschen auf die Jahreszeit an. Im Sommer sind wir die optimale Festivalband. Das Summertime hat dolle Spaß gemacht und auch das ZeitBrei Festival bei Lehrte war super. Festivals dieser Größe werden ganz oft von sehr jungen Leuten organisiert, die alle top motiviert sind und ihre Sache so sehr wertschätzen, dass auch die Bands das mitbekommen. Ich find‘s dann übrigens auch immer angenehm, diese Festivals sowohl als Musiker als auch als Gast zu besuchen. Das heißt aber alles nicht, dass wir keinen Bock auf Clubs haben – es gibt da ein paar sehr nette Locations, die wir schon bespielen durften. Unterm Strich sind wir da aber wie die meisten Bands: Die eigenen Songs vor Leuten spielen, ist eine feine Sache und macht immer Spaß. Jeder Gig ist wie eine kleine Klassenfahrt. Ob das jetzt drinnen oder draußen ist, ist oft dann halt auch einfach zweitrangig.
Bild 4 c Frank Tobian art
In welcher Braunschweiger Location tretet ihr am liebsten auf?
Mathias Wir haben schon viele schöne Konzerte in Braunschweig gespielt, beispielsweise letzten Sommer unser Albumrelease im Schrill. Besonders ist es für uns immer im B58 zu spielen, da wir früher dort auch unseren Proberaum hatten und unsere ersten Auftritte. Wir hatten dort unglaublich viele schöne Momente und kennen viele von den Leuten da persönlich, was den Gigs dort ein gewisses Gefühl von Heimkehr gibt. Ansonsten, wenn es um entspannte Atmosphäre geht, steht das Riptide sehr weit oben.

Eure Musik ist ein wilder Mix aus verschiedenen Genres, kombiniert zu einem stimmigen und überraschenden Sound. Wie seid ihr auf diese einzigartige Pop-Indie-Funk-Reggae-Ska-Mischung gekommen?
Jan Wir sind da sehr experimentierfreudig und probieren viel aus. Wir haben uns beim Songwriting sehr in diesen Richtungen ausgetobt und die Songs auf der Bühne ausprobiert. Wie sehr es uns selbst Spaß gemacht hat, einen Song zu spielen und wie er beim Publikum ankam, war dann oft ausschlaggebend dafür, wo es mit den nächsten Songs hingeht. Früher waren wir sehr im Reggae- und Ska-Bereich unterwegs, wenn man sich zum Beispiel das Rovers-Album anhört. Mit „Earth Is Speaking“ sind wir mittlerweile eher in die Indie-Funk-Pop-Richtung gegangen.

Mit welcher Band oder welchem Musiker, egal, ob lebendig oder tot, würdet ihr gerne mal Musik machen?
Arkon Es gibt viele gestorbene Legenden, mit denen wir gerne mal zusammen auf der Bühne gestanden hätten. Da kann man kaum jemand hervorheben. Aber unter den aktiven Künstlern wären wohl Bands wie die Red Hot Chili Peppers oder Parcels ein absoluter Traum. In letzter Zeit haben es uns Leoniden auch sehr angetan.

Habt ihr in der Region eine Band, die ihr besonders feiert?
Jan Das sieht man ganz gut an den Bands mit denen wir in letzter Zeit Konzerte gespielt haben oder spielen werden und mit denen wir befreundet sind: The Planetoids, Jeremias, Passepartout, Enemy Jack, Emerson Prime oder You Silence I Bird.

Interview Giana Holstein
Fotos Frank Tobian

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