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Musiktipps von Christian Eitner

Die Jazzkantine ist eine Braunschweiger Institution. 1994 gegründet ist sie nach zwölf Alben und über 1 000 Auftritten in wechselnder Besetzung noch immer für diverse Produktionen in Braunschweig und darüber hinaus tätig. Wir haben das neue Album „Old’s’Cool“ zum Anlass genommen, den Komponisten, Musiker und Produzenten Christian Eitner nach seinen Musikfavoriten zu fragen.

Eitner Jazzkantine LPs

Beste Musikkneipe:
Die Wegwarte in Lucklum.

Bestes Live-Event:
Mein erstes Rockkonzert, das ich in Braunschweig gesehen habe, war Udo Lindenberg auf seiner „Die Heizer kommen“-Tour. Das war Anfang oder Mitte der 80er in der Stadthalle. Es war das erste Mal, dass ich überhaupt zu einem größeren Konzert gegangen bin.

Das beste Musikfest in der Region:
Bestes Musikfest ist für mich Movimentos in Wolfsburg.

Erste eigene CD:
Das Album „Take Five“ von Dave Brubeck.

Erste LP:
Queens „News of the World“ – das Album, auf dem auch „We will Rock You“ und „We are the Champions“ sind.

Ein richtiges Jazzfestival gibt es nicht, das ist sehr traurig für eine Stadt wie Braunschweig.

Welcher Künstler begeistert Sie zurzeit am meisten?
Als alter Prince-Fan höre ich gerade sein letztes Doppel-Album „Hitnrun“ im Auto. Ein Wahnsinns-Jazzalbum ist Kamasi Washingtons „The Epic“ – das dann als Vinyl zu Hause.

Welcher Künstler hatte es Ihnen 1994, als Sie die Jazzkantine gründeten, besonders angetan?
1994 bei der Gründung der Jazzkantine habe ich Quincy Jones’ „Back on the Block“ rauf und runter gehört. Es war auch so eine Art Vorbild für die Konzeption der Jazzkantine. Nur dass da eben alles auf Deutsch ist.

Warum gibt es aktuell keine größeren Jazzevents wie die Jazztime Hildesheim, Jazz im Zeithaus Wolfsburg und die ehemalige City Jazz Night in Braunschweig?
Die City Jazz Night haben wir selbst mit der Jazzkantine beziehungsweise monofon veranstaltet. Ich glaube, das Hauptproblem ist, dass die Sparte Jazz nach wie vor nicht so einfach mit Sponsoren finanzieren kann wie beispielsweise Klassik. Wir bedauern das sehr. Vielleicht gibt es punktuell einzelne Konzerte oder eine Jazzinitiative, die so was macht, aber ein richtiges Jazzfestival gibt es nicht, das ist sehr traurig für eine Stadt wie Braunschweig. Wir haben die City Jazz Night fünf Jahre lang gemacht und immer draufgelegt aber irgendwann kann man noch so viel Ehrgeiz und Leidenschaft haben ... Momentan ist auch nichts in der Art in der Pipeline.

Welche Location oder welches Angebot fehlt?
Nach wie vor fehlt in Braunschweig ein Veranstaltungszentrum oder Konzertsaal für um die 800 bis 1 000 Zuschauer, der typische Live-Club. So etwas ist ja aber offensichtlich in der Entstehung.

Auf welches Konzert freuen Sie sich 2016
am meisten?
Ich habe in der zweiten Jahreshälfte 2016 circa 60 eigene Konzerte – ganz ehrlich, ich freu mich auf ‘nen freien Abend auf dem Sofa.

Wenn Ihr Leben ein Film wäre, welches
Titellied hätte es?
„Born to be Wild“ aus „Easy Rider“.

Das aktuelle Album der Jazzkantine in drei Worten:
Old is cool. (lacht) Es ist eine Zeitreise in die Anfänge des Hip-Hops.

 

Welche Musik läuft im Tourbus?
Das ist relativ durchmischt. Natürlich läuft viel Hip-Hop von unseren Rappern. Unser Schlagzeuger ist eher ein Fusion-Fan, er steht auf Vinnie Colaiuta, einen Helden-Schlagzeuger, ist also eher ein Typ, der etwas schrägere Sachen hört. Unser Gitarrist Tom hört Reggae. Es gibt immer irgendeine Playlist, einen bunten Mix aus Hip-Hop, Jazz und Reggae. Allerdings ist es heute so, dass man sich weniger streitet, weil jeder Musik auf seinem eigenen Handy hören kann.

Das schlechteste Lied aller Zeiten:
„Life is Life“ von Opus.

Jazzkantine LPs Close

Text: Katharina Holzberger
Fotos: privat, Marc Stantien

User Rating: 5 / 5

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