StripperCake

20. Oktober |
FC BS-Süd Sport Club (BS)

Am 20. Oktober wird wieder heiß gebacken: Die energiegeladene Band StripperCake sorgt für eine Stoner-Rock-Eskalation nach feinster Bäckermanier.
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Ansteckendes Lachen schallt mir entgegen, kurz nachdem ich den geheimnisvollen Proberaum von Pete, Carsten, André, Ben und Tim alias StripperCake betrete. Als sei es das Normalste der Welt, steht auf einem Tisch eine großzügige Auswahl an Kuchen bereit. Die einen oder anderen kennen die fünf Bäcker-Künstler sicherlich von Auftritten im B58, Lokpark oder auf dem Südstadt Open Air. Doch was hat es mit der Band auf sich? Ihr individuelles Bandrezept enthält sechs Saiten, die mit bass strings, fünf Blech-Trommeln und 61 Tasten verrührt werden, wobei ihr Bäckermeister für eine zusätzliche Würze sorgt. Schnell wird klar, wie gerne die Bandmitglieder mit Worten jonglieren und dabei jederzeit auf eine deftige Prise Humor zurückgreifen – sie haben und sorgen für jede Menge Spaß.
Ein Blick auf das Gründungsjahr 2013 verrät, worauf der Bandname zurückzuführen ist. Ben, der Organist, weiht mich ein: „Tatsächlich ploppten diese Worte während eines Computerspiels einfach auf dem Bildschirm auf. Ähnlich wie Edgar Allan Poe mal ‚Cellar door‘ zu dem Schönsten in der englischen Sprache erklärt hat, haben wir uns eben für ‚StripperCake‘ entschieden. Das ist die beste Wortkombination, die wir uns vorstellen können.“ Aber was verleiht ihrem musikalischen Gebäck – dem einzigartigen Backmalz Rock’n’Roll – den unverwechselbaren Geschmack? Die Antwort kommt von Drummer Carsten wie aus der Pistole geschossen: „Wir haben eine Orgel, das haben nicht viele. Unser virtuoser Organist bedient eine Hammond Orgel wie kein zweiter. Das ist zwar kein Alleinstellungsmerkmal, aber schon eine Seltenheit. Man kann StripperCake deshalb gewissermaßen als Trendsetter bezeichnen (lacht)“.
Viele Bands stellen ihre Musik unter das Banner des Rock. StripperCake behaupten zwar ebenfalls, sie würden Hardrock spielen, allerdings sind in ihren Songs auch Einflüsse von Kyuss, Clutch und Deep Purple erkennbar. Ihr musikalisches Schaffen gleicht einer Mischung aus Stoner- und Blues-Rock mit progressiven Passagen. Dabei entwickelt der Organist die grundlegenden Rezeptideen, woran der Drummer die Schlagzeugspur anlehnt, aber auch neue Elemente hinzufügt. Gemeinsam wird der rohe Teig auf Malz und Blech geprüft und an geeigneten Stellen mit Soli versehen. Da stellt sich die Frage: Was ist mit den Lyrics? „Jeder Songwriter wird mir da zustimmen, dass man irgendeine Idee hat und einem dann die Begrifflichkeiten im Kopf herumpurzeln. Man versucht es und scheitert daran, streicht alles durch, dreht durch, isst den Zettel auf und fängt wieder von vorne an. Irgendwann bringt man doch eine Geschichte zu Papier, die einem zusagt“, schmunzelt Sänger Tim.

„Ich bin auch bereit dazu, einiges dafür aufzugeben“

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Die fünf teils gebürtigen, teils zugezogenen Braunschweiger sind alles andere als abgehoben: Sie führen ein normalsterbliches Leben und haben zusätzlich zu dem Bandprojekt mindestens eine halbe Arbeitsstelle. Deshalb überrascht die bescheidene Antwort nach den Zukunftsplänen wenig: „Als nächstes Projekt steht bei uns erst mal die Sanierung unseres Proberaums an, damit wir hier drin richtig geil aufnehmen können. Das ist unser Traum: Die Möglichkeit, hier jederzeit reinzukommen und Mucke zu machen“, erklärt Gitarrist André. Aber was ist mit Sex, Drugs und Rock’n’Roll, wollen sie nicht irgendwann mal von der Musik leben? Pete ist erst vor einem halben Jahr als Bassist bei der Band eingestiegen und antwortet wohlbedacht: „Ich sag mal halb halb. Es steckt halt eine Menge Arbeit dahinter und man muss viel aufgeben. Wie beispielsweise den Luxus, den man sich durch eine ganze Arbeitsstelle aufgebaut hat. Aber auszuschließen ist es trotzdem nicht, ich bin auch bereit dazu, einiges dafür aufzugeben. Bisher haben wir in dieser Hinsicht jedoch keine konkreten Pläne geschmiedet.“
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StripperCake heizen der feierwütigen Meute auf Konzerten ordentlich ein und bereiten Headbang-Begeisterten ein großes Freudenfest. Bei ihrem letzten Auftritt sorgte die Band dafür, dass dem Veranstalter das Bier ausging und stattdessen Whiskey Cola zu Bierpreisen verkauft wurde, ein gebührendes Kompliment in den Augen der Band. Am 20. Oktober treten die fünf sympathischen Jungs gemeinsam mit Means To Collapse und Eremic im Sportheim FC BS-Süd auf. Sie haben T-Shirts und CDs im Gepäck und freuen sich auf jeden, der sich über musikalische Rezepte austauschen möchte.

Text Viktoria Knapek
Fotos Valerie Kokemüller

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