GR:MM

28. September / B58 (BS)

Die Alternative-Punker GR:MM releasen Ende September ihre zweite EP „Treibgut“ im B58 gemeinsam mit den Forkupines und Donnokov.
GRMM Live Foto Frank Tobian Fotografie 2 Art
Wie riecht eigentlich Regen, der auf Erde prasselt? Für dieses Phänomen gibt es tatsächlich ein eigenes Wort: Petrichor. Bevor ich mich mit den Jungs der Alternative-Band GR:MM in der Jokha Bar treffe, muss ich den Begriff erst mal im Wörterbuch nachschlagen, denn „Petrichor“ ist eines von fünf Titeln, die Ende September auf deren zweiter EP „Treibgut“ released werden. „Ich wollte das Gefühl in Worte verpacken, das man bei diesem Geruch hat“, erklärt Sänger Andreas. „Das Lied ist gleichzeitig die Brücke zwischen der ersten GR:MM-EP und ‚Treibgut‘“, fügt Bassist Markus hinzu.
Die Platte, aufgenommen im Hildesheimer Klanggeist-Tonstudio, das Sören, seines Zeichens Gitarrist von A Traitor Like Judas, betreibt, ist im Austausch mit Freunden entstanden. „Wir haben uns Feedback von Leuten, die uns nahestehen und Ahnung von Musik haben, geholt“, berichtet Drummer Alex. „Das war neben Sören vor allem Skotty von den Forkupines. Wenn die gesagt haben, macht es poppiger, haben wir uns das zu Herzen genommen. Man wird irgendwann total verkopft, wenn es so viele Versionen von einem Lied gibt. Dass viele Leute beteiligt waren, hat die Platte rund gemacht.“ Tatsächlich ist der Sound einheitlicher als bei der vorigen EP und um einiges poppiger, ohne an Eindringlichkeit zu verlieren – kaum zu glauben, dass es GR:MM erst seit zwei Jahren gibt! Zugute kommen der Konstellation aber auch jede Menge Live-Erfahrung und der rege Austausch mit anderen, vor allem lokalen Bands. „Das Tolle bei so einer kleinen Musikszene ist, dass man eigentlich nur Leute trifft, die genau darauf Bock haben. Da stellt sich gleich eine Sympathie ein“, meint Gitarrist Gideon. Besonders der Name Skotty, der auch die Shows im B58 organisiert und die Band massiv beim Tour-Booking unterstützt, fällt immer wieder. „Er hat unglaublich hart daran gearbeitet, dass viele Bands nach Braunschweig kommen. Das kann sich auch Frank Tobian (Leiter des B58; Anm. d. Red.) auf die Fahne schreiben. Wenn man dann so einen Kumpel hat, der auch noch geil findet, was man macht, und Bock hat, zusammenzuarbeiten, kriegt man halt schöne Shows und so eine Tour, wie es jetzt der Fall ist“, freut sich Gideon. Die Konzerte im September und Oktober führen unter anderem nach Hamburg, Jena, Münster, Bielefeld und Oberhausen. Der Release Ende September im B58 findet gemeinsam mit den Braunschweiger Post-Punkern Forkupines und den Alternative-Rockern Donnokov aus Jena statt. Erstere werden dann auch zwei neue Songs vorstellen.

„Dass viele Leute beteiligt waren, hat die Platte rund gemacht“

GRMM Live Foto Frank Tobian Fotografie 3 Art
GRMM Live Foto Frank Tobian Fotografie 4 Art
Auf ihrer Platte verarbeiten GR:MM nicht nur verschiedene Lebensabschnitte, Beziehungen und andere Erlebnisse, es geht auch darum, seine Träume nicht aufzugeben. „Beim Titeltrack ‚Treibgut‘ ist das Thema nicht unbedingt, eine Trennung zu verarbeiten, sondern sich bewusstzumachen, dass irgendwas schiefläuft“, meint Andreas. Daran schließt auch „Feuerwerk“ an. „Das ist im Prinzip ein kleiner Aufbruchssong. So, lass uns was machen, bevor es zu spät ist. Fang doch mal eine Ausbildung an, such dir einen Job, heirate deine Frau oder deinen Mann, sei glücklich, leb dein Leben. Und zwar jetzt, weil es morgen zu spät sein könnte.“
Ein besonderes Anliegen ist den vieren die Movember-Foundation, die sich gegen mangelndes Bewusstsein bei Männerkrankheiten wie Hodenkrebs oder Depressionen starkmacht. „Es haben viel zu viele Menschen Krankheiten, die ignoriert oder nicht für voll genommen werden. Alexander und ich spenden jedes Jahr für die Foundation. Dieser Apell, geliebt zu werden, wird von vielen Menschen nicht laut genug ausgesprochen.“ Die Thematik verarbeitet die Band im punkigen Track „Alles gut“. Zum zugehörigen Musikvideo sagt Andreas: „Es ist ein schlichtes Performance-Video vor schwarzem Hintergrund, teilweise coloriert. Die Close-ups von jedem sind in Farbe gehalten. Der ursprüngliche Gedanke war, daraus ein Bodyshame-Video zu machen. Ein Paar sollte sich gegenseitig die Stellen anmalen, die es an sich selber nicht mag. Es hat leider im Endeffekt nicht geklappt. Das Thema war uns aber wichtig, also wollten wir zumindest das mit den Farben aufrechterhalten. Vor allem finde ich es spannend zu sehen, wie andere Leute über sich selber denken und was dann der Partner dazu sagt. Die Zeilen ‚Bitte lieb mich, ich lieb‘ mich nicht‘, passen deswegen, weil man sich selber oft ganz anders wahrnimmt, als die Person, die einen liebt.“
Eine ehrliche Rückmeldung der Fans oder sogar konstruktive Kritik sind gerne gesehen. „Es wäre geil, wenn sich jemand die EP anhört und uns einfach mal schreibt, wie er das findet. Also Kommentare bitte unter der E-Mail-Adresse Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! an uns schicken. Der Betreff lautet „Guacamole ist kein Duschbad“. Das veröffentlichen wir auch gerne“, lacht Gideon.
GRMM Live Foto Frank Tobian Fotografie Art

Text Katharina Holzberger
Fotos Gideon Rothmann, Frank Tobian

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