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Lost for the Moment

10. Mai | Jugendzentrum (PE-Vechelde) |
31. Mai
| SPH Bandcontest Glocksee (H)

Das regionale Pop-Punk-Powerhorse Lost For The Moment im Bandinterview
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Die vierköpfige Braunschweiger Pop-Punk-Band Lost for the Moment heizt ihrem Publikum mit eingängigen Melodien, schnell preschenden Rhytmen und nicht zuletzt auch mit authentischen, englischsprachigen Texten erst seit 2017 ein. Von den Bühnen Braunschweigs sind sie inzwischen schon bis ins Stadtfinale des Hannoveraner SPH Bandcontests vorgerückt. Wir haben mit Sänger Thore, Gitarrist Thomas, Basser Andre und Drummer Andy über ihre Ziele, die hiesige Musikszene und nasse Augen vorm Konzert geredet.
Ihr habt euch erst vor eineinhalb Jahren gegründet und seid noch sowas wie junge Hüpfer in der regionalen Musikszene. Wie nehmt ihr das Miteinander in der Szene wahr?
Thore Da gibt es nichts Negatives. Wir gehen es locker an. Es gibt keinen Ellbogenkampf und wir wurden bisher immer mit offenen Armen empfangen. Im Gegenzug empfangen wir dann auch andere Bands und Musiker mit offenen Armen.
Thomas Wir sehen Musikmachen auch nicht als Konkurrenzkampf, da der Spaß und die Leidenschaft im Vordergrund stehen, es geht um einen gemeinschaftlichen, geilen Abend.
Andy Bisher haben wir viele Leute kennen gelernt, die uns geholfen haben und mit denen wir nach wie vor in Kontakt stehen. Ein großes Danke an alle! Braunschweig hat eine relativ große Musikszene, es gibt sehr viele Bands und da ist es wichtig, dass man sich gegenseitig unterstützt.
Wie genau habt ihr euch kennengelernt?
Andy Thomas und ich haben im jugendlichen Alter zusammen mit Musik angefangen, uns danach aber mit der Zeit aus den Augen verloren. Ich hab dann nach einigen Jahren erfahren, das Thore, den ich mal Gitarre spielen und singen gehört habe, mit Thomas und Jasper ein Bandprojekt macht. Mit Jasper habe ich einige Jahre zusammen Fußball gespielt und so ist dann der Kontakt zu Thomas zustande gekommen. Wir haben uns dann im Proberaum getroffen und gejammt. Thomas hat dann gleich Thore geschrieben, der in Berlin wohnte. Ein paar Tage später war er zu Besuch hier bei uns in der Heimat und wir haben bei der ersten Probe gleich den ersten Song geschrieben. Ein paar Wochen später sprach mich schließlich Andre an, der mega Bock auf Bass hätte. Wir kannten uns nur sporadisch – jetzt spielen wir in einer Band.
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Wo seht ihr euch bandtechnisch in zehn Jahren?
Thore Das ist ganz klar: Als Headliner bei Rock am Ring. (lacht)
Andre Ich würde die Antwort hierauf nicht wirklich direkt geben wollen. Wir machen so lang Musik, wie wir Spaß und Bock haben. Wenn es uns fünf Jahre gibt, dann fünf Jahre, wenn es uns zehn Jahre gibt, dann halt zehn. So lange, wie man uns hören möchte und wir selber enthusiastisch bleiben. An dem Tag, wo wir zu einem Gig fahren und ich keine nassen Augen mehr habe, höre ich auf.
Andy Wir leben einfach im Moment. Und vielleicht spielen wir ja noch im Rollstuhl. (lacht)
Thomas Wichtig ist, dass es uns Spaß macht.

Was sind Momente, in denen ihr euch verliert?
Andre Wenn wir auf der Bühne stehen und man dann noch merkt, dass es den Leuten auch Spaß macht. Wenn wir einen Gig haben und man den Schalter im Kopf umlegt, das sind Wahnsinnsmomente. Allgemein, wenn andere Musiker auf der Bühne stehen oder man auf ein Konzert oder Festival geht. Aus der Leidenschaft zur Musik entstehen die Momente, in denen wir uns verlieren.

Laut eurer Bandinfo macht ihr Texte über den Alltag, über Probleme und Humor. Wieso ausgerechnet diese Themen? Mit dem Thema „Alltag“ verbindet man ja nicht gerade etwas Spannendes.
Thore Alltag klingt erstmal nicht spannend, nein. Aber wir alle leben den Alltag und im Prinzip hat jeder Text, der geschrieben wird, etwas mit diesem zu tun. Es geht in unseren Texten um Freunde, über Tollpatschigkeiten in meinem eigenen Leben, Trennungsschmerz oder Erinnerungen an schöne Zeiten: Erlebnisse die einen geprägt haben und die man dann versucht, in seinen Texten zu transportieren. Wir holen die Leute in ihrem Alltag ab und besingen Dinge, die jeder kennt oder schon einmal erlebt hat.
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Bei welchem Alltagsmoment sollte man eure Musik hören und wann passt sie überhaupt nicht?
Thore Es kommt immer auf den Song an, aber eigentlich ist für jeden Moment was dabei. Egal ob beim Zähneputzen, unter der Dusche oder in stillen Momenten; wenn man sauer ist oder gute Laune hat – es gibt immer einen Anlass.

Ihr habt inzwischen schon einige Konzerte gespielt. Worauf freut ihr euch vor einem Gig am meisten? Gibt es ein bestimmtes Bandritual vor dem Auftreten?
Andy Am meisten freuen wir uns auf einen geilen Abend – neue Leute und Bands kennenlernen, super Gespräche führen. Einfach der ganze Ablauf, wenn man einen Gig hat, ist super. Man kommt sich vor, wie in einer anderen Welt, es macht unheimlich viel Spaß. Bisher waren es erst fünf Konzerte, aber wir haben Blut geleckt. Unser Ritual ist, dass wir uns kurz vor dem Konzert zurückziehen, uns warm spielen und vorbereiten. Bevor es losgeht, nehmen wir uns alle in den Arm, bilden einen Kreis und spornen uns an. Einer von uns hält dann eine Ansprache und dann trinken wir einen Kurzen zusammen. Erst auf der Bühne sehen wir uns danach wieder.
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Ihr habt es beim SPH Bandcontest in Hannover in die Finals geschafft. Wie bereitet ihr euch auf so eine besondere Show vor? Und warum habt ihr eurer Meinung nach den Sieg verdient?
Thomas Das Schwierigste ist für uns, vorab eine Songauswahl zu finden. Es sind ja nur 25 Minuten Spielzeit. Wir proben vorher fleißig und nehmen nochmal den einen oder anderen Part auseinander und überlegen, was wir da machen könnten und wie wir das Publikum miteinbeziehen können. Wir sind natürlich sehr dankbar, dass wir weiter gekommen sind und vor allem, wie viele Leute uns unterstützt haben. Ans Gewinnen denken wir gar nicht. Darauf kommt es uns auch nicht an. Es ist für uns eine Auftrittsmöglichkeit mehr und eine Möglichkeit vor fremden Leuten zu spielen, andere Bands kennenzulernen und Kontakte zu knüpfen. Einfach einen geilen Abend haben und auch mit den übrigen Musikern und deren Publikum eine schöne Zeit verbringen, Feedback bekommen von Leuten, die uns bisher nicht gehört haben. Wir sind immer gespannt, wie die so reagieren, ob die bei unseren Mitmachparts springen und klatschen und so weiter.
Thore Beim Contest haben wir nicht so viel Zeit, aber wir machen uns vorher ordentlich Gedanken, wie wir zusammen mit dem Publikum feiern. Wir wollen natürlich so viel Party und gute Stimmung verbreiten, wie es nur geht.

Interview Simon Henke/Giana Holstein
Fotos Hans-Jürgen Thoms, Lost for the Moment

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