Filmfest braunschweig

9. November
Bartholomäus-Kirche (BS)

Konzert-Highlight im Rahmen des Filmfests: Placebo-Bassist Stefan Olsdal und Digital 21 treten gemeinsam in einer Braunschweiger Kirche auf. Wir haben die beiden interviewt.
KW Digital21StefanOlsdal PicBy EliMartin art
Every You Every Me“, dieser Welthit hat Placebo 1999 berühmt gemacht, spätestens seit dem 2000er-Gold-Album „Black Market Music“ gehört das Londoner Duo zu den Superstars des Alternative-Rock. Bassist Stefan Olsdal, 1974 im schwedischen Göteborg geboren, engagiert sich künstlerisch allerdings noch weit über Placebo hinaus — als DJ, Sänger der spanischen Band Hotel Persona und auch zusammen mit dem spanischen Musiker und Videokünstler Digital 21 als Produzent elektronischer Musik. Als Duo geben Stefan Olsdal und Digital 21 im Rahmen des neuen Musikfilmfestivals „FxM“ nun eines ihrer seltenen Kirchen-Konzerte in Braunschweig. Einzeln treten die beiden auch als Jurymitglieder des 32. Braunschweiger Internationalen Filmfests in Erscheinung. Digital 21, alias Miguel Lopez Mora, der auch bei zahlreichen Musikvideos Regie geführt hat, für den hochdotierten Volkswagen Financial Services Filmpreis; Stefan Olsdal als Ikone der globalen LGBT-Community für den Filmaward des Queeren Netzwerkes Niedersachsen. Ein bescheidenes kleines Interview über ihre Musik und ihr Engagement beim Filmfest haben uns die beiden Künstler vorab gegeben. Auch wenn alles sehr knapp und unter Zeitdruck stattfand – die Placebo-Fans in der SUBWAY-Redaktion sind happy bis über beide Ohren.
Wie habt ihr als musikalisches Duo zusammengefunden? Wie lange kennt ihr euch schon?
Stefan Olsdal Das hat sich über die Jahre so entwickelt. Wir sind zwar erst seit 5 Jahren offiziell in einer Band, kennen uns aber schon seit 2004. Musik hat uns schon immer zum Schweben gebracht. Nun schweben wir gemeinsam als Band.

Beschreibt uns bitte mal euren Sound. Was ist daran neu?
Olsdal Hmmm … Das können wir gar nicht so genau sagen. Es gibt halt verschiedene Facetten und Seiten unserer Musik. Es geht von instrumentalen Songs wie „War” über langsame Streicher-Stücke wie „Spaces (String Quartet Version)” über Lieder wie „Toi et Moi” bis hin zu elektronischem Clubsound wie bei „Who are all of you”.

Und warum ist diese Mischung für euch so etwas Besonderes?
Digital 21 Weil die Lieder alle im Kern etwas gemeinsam haben. Dabei ist jedoch jeder Song auch einzeln etwas Besonderes für uns.

Ihr habt viele Elemente klassischer Musik in eurem Sound. Was schätzt ihr an Klassik und warum passt sie so gut zu elektronischer Musik?
Digital 21 Natürlich lieben wir Klassik genauso wie elektronische Musik. Und genauso wie Rock, Punk und alles, was es sonst noch so gibt. Uns geht es aber nicht um Stile oder Genres. Es geht einzig und allein um den jeweiligen Song.

Und was wollt ihr euren Hörern mitgeben? Welche Message steht hinter euren Songs?
Olsdal Liebe!

Wann seid ihr das letzte Mal in Deutschland aufgetreten? Was sind eure Erinnerungen?
Digital 21 Vor ein paar Monaten haben wir im Rahmen einer Veranstaltung von Melt!-Booking in Berlin im Berghain gespielt.
Besten Dank an dieser Stelle an das Team. Unsere Erinnerungen daran? Techno, Rock, Klassik – Musik!
Am 9. November spielt ihr im Rahmen des 32. Braunschweiger Internationalen Filmfests in der Bartholomäus-Kirche einen Gig. Was macht das Konzert für euch besonders?
Digital 21 Wir freuen uns sehr darauf und können es kaum abwarten, in dieser Kirche zu spielen. Wir haben schon ab und zu mal in Kirchen gespielt, aber diese wird wohl die älteste sein.

Beatriz Villar Ramirez de Verger wird an dem Abend als Sängerin mit auf der Bühne stehen – obwohl sie nicht auf eurem aktuellen Album verteten ist. Wie seid ihr auf sie gekommen?
Olsdal Wir lieben einfach ihre Stimme. Ein gemeinsamer Freund hat uns voriges Jahr miteinander bekannt gemacht.
Bevor wir zum Filmfest kommen. Habt ihr beiden All-Time-Favourite-Lieblingsfilme?
Olsdal Fiese Frage! „Fanny und Alexander” von 1982, wenn ich mich festlegen muss. Ein wunderschönes, melancholisches Portrait von Leben, Liebe und Tod. Und es gibt eine urkomische Pups-Szene … (lacht).
Digital 21 Das ändert sich immer wieder, je nachdem wie sich mein Leben ändert. Heute würde ich wohl einen deutschen Film wählen. Zu meinen Lieblingsfilmen gehört auf jeden Fall Fritz Langs „Metropolis” – denn der Vermittler zwischen dem Hirn und der Hand muss immer das Herz sein.
Stefan, du wirst beim 32. Braunschweiger Filmfest in der Jury sitzen und den Gewinner des „Queeren Filmpreises Niedersachsen” mitbestimmen. Was bedeutet dir diese Partizipation?
Olsdal Es ist mir eine große Ehre, darum gebeten worden zu sein. Die anderen Jurymitglieder und ich haben uns lange, hart und
intensiv beraten. Es war dennoch nicht einfach, uns auf einen Film zu einigen. Sehr viele ergreifende und vor allem relevante Filme von sehr talentierten Filmemachern sind nominiert.

Wie kann das Filmfestival zu mehr Toleranz gegenüber der LGBT-Community beitragen?
Olsdal Dinge sichtbar zu machen ist eines der wichtigsten und stärksten Instrumente um das zu normalisieren, was in der Gesellschaft ohnehin normal sein sollte.
KW Digital21StefanOlsdal PicBy JavierAlonsoMarinaSanz art
KW Digital21StefanOlsdal PicBy JavierAlonsoMarinaSanz InConcert art

Interview Viktoria Knapek / Benyamin Bahri
Fotos Eli Martin, Javier Alonso, Marina Sanz

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