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Filmfest

19. bis 24. November

Beim 33. Internationalen Filmfest Braunschweig wird mit der Tilda ein neuer Filmpreis vergeben.
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Egal ob Mann, Frau, Hund, Katze oder Maus – wer schaut nicht gerne Filme? Das Angebot an unterschiedlichen Genres ist so zahlreich wie es Sand am Meer gibt. Beim Großteil der gezeigten Blockbuster führt meist entweder ein Mann Regie oder der Film wird von einem Mann produziert. So standen beispielsweise bei den diesjährigen Filmfestspielen in Venedig trotz der Absichtserklärung, ein Programm zu gestalten, bei dem die Geschlechter gleichermaßen vertreten sind, lediglich zwei Filme von Frauen im Wettbewerb um den Goldenen Löwen: „Babytheeth“ von Shannon Murphy und „The Perfect Candidate“ von Haifaa al-Mansour. Für den Filmgenuss bedeutet das zwar in den wenigstens Fällen einen Unterschied, doch unter dem Gesichtspunkt der Emanzipation durchaus. Dass Frauen im Filmgeschäft eine eher unterrepräsentierte Rolle spielen, ist nicht ganz unbekannt, vielen Cineasten aber nicht ganz so bewusst.
Diese Geschlechterungleichheit in der Filmbranche stach auch der ehemaligen Braunschweiger Bürgermeisterin Cornelia Rohse-Paul beim Internationalen Filmfest Braunschweig im vergangenen Jahr wie ein Dorn ins Auge. Um zu zeigen, welche großartigen Filme von Frauen produziert werden, kam ihr die Idee eines Filmpreises speziell für Frauen. Wie schnell der Vorschlag positive Resonanz fand, erfreute und erstaunte Rohse-Paul gleichermaßen. Um dem Internationalen Filmfest diesen Preis stiften zu können, sollten mindestens dreißig Frauen gefunden werden. Inzwischen hat sich die Zahl der Unterstützerinnen verdoppelt und 60 Frauen aus Braunschweig und Umgebung haben sich zusammengefunden und das Filmfest ist nun tatsächlich um einen Filmpreis reicher: Die Tilda heißt der neue mit 5 000 Euro Preisgeld dotierte Frauenfilmpreis. Der Name des Preises ist angelehnt an Matilda Plantagenêt, der Gattin Heinrichs des Löwen, die wesentlich dazu beitrug, Braunschweig als Residenzstadt auszubauen.
Ziel der Tilda ist es, mehr filmschaffenden Frauen in ihrem ganzen Spektrum Aufmerksamkeit zu schenken und zwar unter verschiedenen Gesichtspunkten – sowohl in Bezug auf das Genre, die Art des Erzählens und die erzählten Geschichten. Natürlich sollen auch die Regisseurinnen selbst stärker in den Fokus rücken. Der international ausgeschriebene Regiepreis richtet sich an Frauen jeglicher Herkunft, sexueller Orientierung und Hautfarbe. Ein weiteres wichtiges Ziel des von Frauen für Frauen gestifteten Filmpreises ist zudem, jungen Regisseurinnen, die noch am Anfang ihrer Karriere stehen und deren Werke nicht die Aufmerksamkeit bekommen, die ihnen gebührt, zu ermutigen, aus dem Schatten ihrer männlichen Kollegen zu treten. Für den Preis nominiert sind in diesem Jahr fünf Filme: die marokkanisch-französische Produktion „Adam“ von Maryam Touzani und die beiden deutschen Filme „Love Mobil“ von Elke Margarete Lehrenkrauss und „Mein Ende. Dein Anfang“ von Mariko Minoguch. Auf der Nominierungsliste stehen außerdem „She’s Missing“ von Alexandra McGuiness, „Song Without A Name“ von Meline Léon und der Film „The Third Wife“ der vietnamesischen Regisseurin Ash Mayfair. Und um konsequent im Frauenthema zu bleiben, besteht die fünfköpfige Jury aus Frauen.
Verliehen wird Die Tilda am Samstag, dem 23. November 2019 auf der Preisverleihung des 33. Internationalen Filmfest Braunschweig, das vom 19. bis 24. November stattfindet. Und dabei befindet sich die junge Dame in guter Gesellschaft, denn am selben Abend werden der Publikumspreis „Der Heinrich“ für den besten europäischen Debüt- oder Zweitfilm, der „Volkswagen Financial Services Filmpreis“, „Die Europa“, der Hauptpreis des Festivals für herausragende darstellerische Leistungen und Verdienste um die europäische Filmkultur sowie sieben weitere Preise vergeben. Zum zweiten Mal verliehen wird der „Green Horizons Award“, gestiftet von der Oeding-Unternehmensgruppe. Der Preis zeichnet den besten Film der Nachhaltigkeitsreihe „Green Horizons“ aus, der am ehesten durch die gezeigte Kombination von Fakten, Geschichten, Engagement, Worten, Musik und Bildern das größte Potenzial hat, Menschen zu einer Veränderung in ihrem Verhalten, ihren Gedanken oder Einstellungen im Interesse einer nachhaltigen Entwicklung zu bewegen. Ein wichtiges Anliegen unserer Zeit!

Text & Foto Kerstin Lautenbach-Hsu

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