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Filmkritik | Der Gott des verstrahlten Gute-Laune-Universums. Marvel – wieder und wieder und wieder. Und dieses Mal ist der deutsche Untertitel doof. Echt doof.

Denn, um mal den Klugscheißer-Modus anzustellen, Ragnarök ist kein schnöder „Tag der Entscheidung“, sondern serious business! In der nordischen Mythologie bekämpfen sich die Götter und Riesen und beschwören so den Untergang ihrer Welt herauf – Ragnarök eben. Und auch wenn sich die Comicvorlage von Stan Lee und Jack Kirby die entsprechende künstlerische Freiheit nimmt, um aus Thor Odinson einen modernen Superhelden zu machen, so verweisen sie doch häufig auf die reichhaltige und wunderbare nordische Mythenwelt.

„Thor: Tag der Entscheidung“ ist der 17. Film aus dem Marvel Cinematic Universe (MCU) und irgendwie habt er geschafft mich die ganzen 130 Minuten lang zu unterhalten.

Zu verdanken habe ich das dem Regisseur, Taika Waititi („Vier Zimmer, Küche, Sarg“, „Boy“): Der Neuseeländer sorgt nicht nur für ein Komikfeuerwerk, sondern bringt an vielen Stellen die indigene Kultur Australiens und Neuseelands ein: Symbole, Gesichtsbemalung und vor allem Crew-Mitglieder. Waititi wollte den interessierten Menschen vor Ort (Gold Coast in Australien) die Möglichkeit bieten sich ein Filmset und die Arbeit beim Film genauer anzusehen. Dazu gab es vor Drehbeginn ein Willkommens-Ritual des ansässigen Stammes – damit die Vibes stimmen.

Thor liegt in Ketten, soviel zum Beginn des Films. Die großartige folgende Kampfszene ist mit Led Zeppelins „Immigrant Song“ unterlegt.

„We come from the land of the ice and snow; From the midnight sun, where the hot springs flow; The hammer of the gods, We‘ll drive our ships to new lands, To fight the horde, and sing and cry, Valhalla, I am coming!“

Die Freudentränchen fließen in Strömen. Diese krasse Energie hält der Film bis zum Ende durch. Ein Gag folgt auf den nächsten, ohne dabei zu überladen oder zu überdreht zu wirken.

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Die Highlights sind Auftritte von Tom Hiddelston als Loki, der stärker als zuvor diesen zwiespältigen und zwielichtigen Charakter spielt. Chris Hemsworth ist in dieser dritten Thor-Inkarnation der zuverlässigste Gag-Lieferant. Wir lernen außerdem Hela kennen; Cate Blanchett ist gewohnt stark und weitere Informationen wären Spoiler.

Der Grandmaster auf dem Müllplaneten Sakaar bietet derweil eine einmalige Show. Jeff Goldblum spielt diesen Charakter quasi als sich selbst. Mark Ruffalo als Hulk aka Bruce Banner zeigt solide Sidekickqualitäten. Während Tessa Thompson als Valkyrie der interessanteste weibliche Charakter des Films ist (Han Solo goes Marvel!).

Und dann ist da noch Korg. Korg ist der (gar nicht so) heimliche Star des Films. Wer sich in eine Vorstellung im englischen Original wagt, bekommt das volle Potential dieses Nebencharakters geboten, die deutsche Synchronstimme kann den ursprünglichen, weichen Kiwi-Akzent (Taika Waititi höchst selbst) und trockenen Humor leider nicht vollständig wiedergeben.

Fazit:
Es zündet und zischt, Neonlichter flackern: Marvel haut, trotz der Prämisse, dass Asgard vor einer wirklich furchtbaren Katastrophe steht, einen positiven Film mit vielen Lach-Momenten raus. Die Story ist jetzt kein tiefgehendes Meisterwerk – dafür ist der Unterhaltswert umso höher. Potzblitz! Und Donner … Das MCU lebt.

 

Text: Kathleen Kalle
Fotos: Disney/Marvel

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