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Auf den ersten Blick ist die Filmpassage Salzgitter ein Multiplex wie viele andere.
Auf den zweiten stellt man fest: Dem Kino gelingt es bestens,
sich auf Stadt und Gäste einzustellen.
KW Filmpassage Salzgitter 01 art
Will man in Salzgitter-Lebenstedt die Filmpassage Am Fischzug 2 besuchen, muss man über einen Aufzug oder eine Wendeltreppe seinen Weg ins Obergeschoss der Innenstadt finden. Dort befindet sich ein langer, gekachelter Flur, von dessen Fenstern man dem Trubel des Stadtzentrums nachsinnen kann. Wie ein Schiffsbug ragt einem hier von rechts eine Kinokasse entgegen, dahinter erstreckt sich großflächig der Eingangsbereich des Kinos, geschmückt mit Pappaufstellern, Filmplakaten und einer hell erleuchteten Gastronomietheke. Blauer Teppich, goldene Säulen, Popcorngeruch steigt in die Nase. Sieben Säle gibt es, davon drei 3D-fähig, insgesamt 800 Quadratmeter Fläche. Ein klassisches Multiplex, das erst 2017 mitten in der vermeintlichen Krisenzeit des Kinos eröffnet hat. Dabei versacken heutzutage mehr und mehr Leute zu Hause vor diversen Streaming-Diensten. Muss da nicht etwas ganz Besonderes her, um die Menschen noch ins Kino zu locken?
„Wir versuchen sehr stark, uns auf unsere Gäste einzustellen“, erklärt Kinoleiterin Kim Krüger. Zu diesem Zweck wurden diverse Sonderveranstaltungen ins Leben gerufen. Etwa „Mein erster Kinobesuch“, ein Konzept, das sich besonders an Familien mit kleinen Kindern richtet, für die ein Kinobesuch noch etwas völlig Neues ist. Geboten wird dabei ein Filmerlebnis unter besonderen Rahmenbedingungen: Das Saallicht wird angelassen und die Lautstärke heruntergeregelt, damit sich Eltern wie Kinder gleichermaßen wohlfühlen und sich ganz auf die Leinwand konzentrieren können. Außerdem wird jeden Donnerstagnachmittag ein „Kaffeeklatsch“ ausgerichtet, bei dem vor allem Senioren gemütlich zu einem Stück Kuchen und einem Kännchen Kaffee zusammenfinden und einen ausgewählten Film sehen.
KW Filmpassage Salzgitter art
Neben diesen Veranstaltungen hat die Filmpassage etwas im Programm, das nur wenige Kinos in der Region bieten können: „Was bei uns ganz besonders ist – und sehr speziell für die Region hier – ist, dass wir auch türkische Filme zeigen“, fügt Kim Krüger hinzu. Mindestens zwei türkische Filme hat das Kino immer im Repertoire, denn mit mehr als 6 000 türkischen Einwohnern in der Stadt Salzgitter ist die Nachfrage auf jeden Fall gegeben. Das merkt man auch daran, dass die Zuschauer aktiv versuchen, ihre Wünsche einzubringen: „Es kommt häufiger vor, dass sich Leute nach Filmen erkundigen und erzählen, dass ein neuer Film in der Türkei herausgekommen ist, dessen Filmstart in Deutschland bevorsteht – ob wir den dann auch zeigen könnten. Wir versuchen natürlich, so viele dieser Kundenanfragen wie möglich umzusetzen und zu schauen, was so geht.“ Neben der Ansprechbarkeit vor Ort wird der Kontakt mit den Gästen auch durch Umfragen aufrechterhalten.

Um den Zahn der Zeit zu treffen, versucht man hier zudem, vermehrt auf Umweltfreundlichkeit zu achten. Popcorntüte, Strohhalm, Nacho-Box – das alles soll nachhaltiger werden. Deshalb werden an der Kinotheke inzwischen auch Glasstrohhalme und metallene Popcorneimer verkauft, die beim nächsten Besuch wiederverwendet werden können.
Für jede Form von Kritik offen zu sein, ist wichtig, finden die Leiterinnen Sina Laue und Kim Krüger: Kino als ein Ort, an dem nicht nur der Dialog im Film entscheidend ist, sondern auch der mit den Gästen – das klingt nach einer vielversprechenden ­Zukunft.

Text & Fotos Isabel Pinkowski

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