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Regisseur Til Schweiger über sein „Honig im Kopf“-US-Remake „Head Full Of Honey“
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Begonnen hat er einst in der „Lindenstraße“. Mittlerweile gehört Til Schweiger, 55, längst zu den erfolgreichsten Filmschaffenden des Landes, ob als Schauspieler, Regisseur oder Produzent. Seine Komödien „Keinohrhasen“, „Zweiohrküken“ oder „Kokowääh“ lockten ein Millionenpublikum in die Kinos. Sein Film „Honig im Kopf“ liegt mit über 7,4 Millionen Besuchern auf Platz 5 der erfolgreichsten Filme des deutschen Kinos. Das englischsprachige Remake „Head Full of Honey“, Schweigers dreizehnter Film als Regisseur, war in den USA vom Pech verfolgt. Ohne die übliche PR für ein Blockbuster-Remake mit veritablen Hollywood-Stars, stattdessen nur ein winziger Plattformstart in vier Kinos. Nach sechs Tagen Spielzeit mit spärlichen 12 350 Dollar Einnahmen flog der Film raus. Die obligatorische Häme hierzulande ließ nicht lange auf sich warten. Von der US-Kritik vernichtet, hieß es da. Als Basis genügten vier erschienene Rezensionen. Ob das Schweiger-Bashing gerecht ist, kann nun das Publikum selbst beurteilen. Mit dem Regisseur unterhielt sich SUBWAY-Kino-Redakteur Dieter Oßwald.
Herr Schweiger, „Honig im Kopf“ lockte mehr als 7,4 Millionen Besucher in die deutschen Kinos. Weshalb bleibt dem Remake in den US-Kinos der Erfolg versagt? War Ihr dreizehnter Film als Regisseur eine Unglückszahl?
Das kann man so nicht sagen. Aber wenn man mit lediglich vier Kopien und ganz ohne Werbung an den Start geht, dann funktioniert kein Film der Welt. Ich habe „Head Full of Honey“ auf zwei Festivals und im Kino in Los Angeles gesehen – und die Reaktionen des Publikums waren absolut identisch mit denen von „Honig im Kopf“ damals in Deutschland.

Sie sind der erfolgreichste deutsche Regisseur. „Head Full of Honey“ bietet Hollywoodstars mit Oscar-Qualitäten – weshalb hat der US-Verleih da nicht mehr gemacht?
Für mich ist das nicht wirklich nachvollziehbar, aber das muss ich eben so hinnehmen.

Wie geht man mit der Situation um? Aufstehen, Krönchen richten, weitergehen?
Das steckt man nicht einfach mal so weg. Natürlich musst du aufstehen und weitermachen, das habe ich immer getan. Ich hatte in meiner Karriere ja nicht immer nur Erfolge. So etwas gehört eben zum Leben dazu.
Wie kam es überhaupt zu der Idee für ein US-Remake des Films?
Früher hätte ich mir nie vorstellen können, einen Film noch ein zweites Mal zu drehen. Aber mir hat „Honig im Kopf“ wirklich viel bedeutet. Es ist ein wichtiger Film, dem es gelang, dieses heikle Thema „Alzheimer“ auf unterhaltsame Weise aus der Tabu-Zone zu holen. Mir gefiel die Vorstellung, das mit einer englischsprachigen Version auch außerhalb von Deutschland schaffen zu können.

Wo liegen die Unterschiede zwischen Original und Remake?
Der Familienaspekt bekommt jetzt ein größeres Gewicht. Der Konflikt zwischen dem Ehepaar Sarah und Nick, den Eltern von Matilda, geht im neuen Film viel tiefer. Zwischen den beiden passiert deutlich mehr als damals im Original. Beim Streit zwischen dem Paar fällt auf, wie schnell da die Schnitte passieren.

Was war der Grund für diese Tempo-Einlage?
Schnelle Schnitte machen bei solchen Szenen viel mehr Reaktionen sichtbar, die man sonst gar nicht so wahrnimmt. Das ergibt eine ganz neue Dynamik, wenn man bei einem Streit auf den Zuhörer schneidet und nicht denjenigen zeigt, der redet. Das funktioniert natürlich nur mit guten Schauspielern, die tatsächlich zuhören und nicht nur auf ihr Stichwort und den eigenen Einsatz warten.
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"Die Reaktionen des Publikums waren absolut identisch mit denen von 'Honig im Kopf' damals in Deutschland."

Welche Hoffnungen haben Sie für den deutschen Start von „Head Full of Honey“?
Ich setze darauf, dass die Zuschauer von „Honig“ neugierig sind, wie ein dreifacher Oscar-Nominee wie Nick Nolte mit seiner Tochter Sophia Lane diese Rollen jetzt spielen. Ich glaube, dass Stars wie Matt Dillon, Emily Mortimer und Jacqueline Bisset gerne im Kino gesehen werden. Zudem hoffe ich, dass es genügend Leute gibt, denen dieses durchschaubare Til Schweiger-Bashing langsam auf den Wecker geht – und die sich ganz gerne eine eigene Meinung bilden.

Geht es mit der Fortsetzung von „Klassentreffen“ so weiter wie geplant?
„Klassentreffen“ läuft wie geplant. Im Mai beginnen die Dreharbeiten, im Herbst kommt der zweite Teil dann in die deutschen Kinos.
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Interview Dieter Oßwald
Fotos Warner Bros. GmbH

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