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Erfreuliche Entwicklung: Die Oscars 2021 setzen
auf mehr Vielfalt bei den Nominierungen.
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Eins steht schon jetzt fest: Die diesjährigen Oscars werden geschichtsträchtig. Angesichts der Pandemie wird die Preisverleihung nämlich in einem anderen Gewand erstrahlen – aber vermutlich nicht weniger glamourös daherkommen. Wie die Veranstaltung am 26. April genau aussehen wird, behält die Academy of Motion Pictures noch für sich, jedoch verrät sie vorab: „Um eine Live-Show zu kreieren, die unser globales Publikum sehen möchte, wird die Zeremonie von mehreren Orten live übertragen, darunter auch aus dem ikonischen Dolby Theater.“ Ein weiteres Geheimnis bleibt, wer durch den Abend führt oder ob wieder auf einen Moderator verzichtet wird.

Noch spannender sind jedoch die diesjährigen Nominierten, denn bereits jetzt wurde schon Geschichte geschrieben. Inwiefern wird gleich verraten, doch vorab gibt es eine kleine Anekdote: Als Frances McDormand vor drei Jahren den Oscar für die Beste Hauptdarstellerin in dem Drama „Three Billboards outside Ebbing, Missouri“ einheimste, appellierte sie in ihrer Dankesrede für mehr Vielfalt in Hollywood. Heute blicken wir tatsächlich auf eine Verleihung, die vor Diversität nur so strotzt.
Auch McDormand geht 2021 wieder für die Beste Hauptdarstellerin im Independent-Drama „Nomadland“ ins Rennen – so weit, so weiß. Historisch wird es mit der Nominierung von Chloé Zhao in der Kategorie „Beste Regie“, zum einen wegen ihrer chinesischen Herkunft und zum anderen, weil das erste Mal gleich zwei Frauen auf diese Auszeichnung hoffen können. Auch Emerald Fennell könnte den Preis für ihren Thriller „Promising Young Woman“ absahnen. Unglaublich, aber wahr: Dass zwei Frauen für die Beste Regie nominiert sind, gab es noch nie bei den Oscars. Traurig, aber leider auch wahr: In 90 Jahren wurden insgesamt erst sieben Frauen – Fennell und Zhao inklusive – für die Kategorie auserwählt.

Ein Grund für die Vielfalt der Nominierten könnte sein, dass auch die Mitglieder der Academy of Motion Pictures, die den begehrten Goldjungen verleiht, diverser geworden ist – mehr People of Colour, mehr Frauen und mehr Filmschaffende, die nicht aus den USA stammen.
Doch nicht nur auf dem Regiestuhl herrscht Abwechslung, auch die Schauspielkategorien zeigen sich in ihrer Vielfältigkeit. Neun SchauspielerInnen nicht-weißer Hautfarbe sind nominiert. „The Walking Dead“-Star Steven Yeun geht als erster asiatisch-amerikanischer Schauspieler für das Drama „Minari“ ins Rennen um die Trophäe als Bester Hauptdarsteller. Konkurrenz bekommt er unter anderem von Riz Ahmed, der als erster Muslim überhaupt für seine Rolle als gehörloser Schlagzeuger in „Sound of Metal“ in der Kategorie nominiert wurde. Auch „Black Panther“-Ikone Chadwick Boseman könnte posthum für seine Schauspielleistung im Musikdrama „Ma Rainey’s Black Bottom“ geehrt werden. Der US-amerikanische Schauspieler starb vergangenes Jahr im Alter von nur 43 Jahren an Darmkrebs.
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Diversität und Repräsentation im Film sind wichtig für die Identifikation und Bildung – auch im Kampf gegen Rassismus. Deshalb war es bereits 2020 erfreulich zu sehen, dass das gesellschaftskritische Meisterwerk „Parasite“ des südkoreanischen Regisseurs Bong Joon-Hoo den Oscar für den Besten Film des Jahres mit nach Hause nehmen durfte. Das gelang zuvor keiner fremdsprachigen Produktion. Wir sind jedenfalls bereit für noch mehr geschichtsträchtige Ereignisse bei den Academy Awards.
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Text Denise Rosenthal
Fotos David Lee (Netflix), Prokino

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