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Das Campus Radio „RadioXYZ“ überbrückt Lockdown-Tristesse durch ein neues Studio, neue Shows und ein starkes Mitmachkonzept.
DH Campus radio 4 art
Der Sandkasten ist tot, es lebe der Sandkasten! Es überrascht keinen, wenn man konstatiert, dass weitläufig alle Campus-Projekte durch die Spaßfeindlichkeit von Corona derzeit auf Eis liegen. Doch nicht den Kopf in den Sand stecken! Dafür sendet das Campus-Radio unter dem Namen „Radio XYZ“ schon seit März als Quasi-Ersatzprogramm für die Daheimbleibenden ins Homeoffice. Nun hat der Sender sein Konzept erweitert. Ein brandneues Studio wurde eingerichtet, in dem alle eine Radioshow produzieren und über den Webrundfunk senden können, die Bock haben. Campus-Radio Runde zwei, Baby!
Die Katzen lassen das Mausen nicht
Kevin und Felix sind zwei waschechte Turbomotoren unter der Haube des Sandkastenrennstalls. Kevin ist Schöpfer des Sonnensystems, einer selbstkonzipierten Soundanlage, die mit Solarstrom betrieben werden kann und schon diverse Indoor- und Open-Air-Events mit drückenden Beats untermalt hat. In Ermangelung von Happenings hat Kevin offensichtlich das Hantieren mit Tontechnik vermisst und deswegen kurzerhand das Radio-Studio im Studihaus am Wendentor errichtet. Selbstgebaute Absorber, gerockte Perserteppiche und gemütliche Sitzecken sorgen für gediegene Stimmung und garantieren gleichzeitig Mindestabstand. Die Studiotechnik kann sich darüber hinaus wirklich sehen lassen und beinhaltet neben Mikros, Kopfhörern, Mixern und Abhörmonitoren auch ein DJ-Deck und analoge Plattenteller, um Live-Sets zu senden. „Die ganzen Studiosachen haben wir uns hier und dort zusammengekratzt“, erklärt Felix, „wir hatten hier noch Dämmmaterial und da noch irgendwelche Möbel und Stühle, die wir aus dem Laut Klub bekommen haben und haben dann das ganze so MacGyver-mäßig zusammengebaut. Richtig DIY.“
Radio von allen für alle
Felix ist Kopf der Satirezeitung Total BS-News, die ebenfalls ein Sandkastenprojekt ist. Zusammen mit Kevin ist er der Moderator von „Viertel vor Müsli“, der Morning Show, die dienstags und donnerstags von 9 bis 11 Uhr ihre Hörer und Hörerinnen unterhält. Zur Zielgruppe des humorigen Talkformats gehört grundsätzlich jeder, doch haben es sich Felix und Kevin auf die Fahne geschrieben, jetzt allen voran auch Erstsemestern nützliche Tipps für den Studienstart mit an die Hand zu geben. Markenkern des Radiosenders ist ausdrücklich der inklusive Charakter: „Hier soll jeder aktiv mitmachen, der Bock hat, irgendeine Show zu senden“, so Felix. Früher sendeten die beiden auf einem fahrenden Fahrradanhänger oder auch aus Kevins Schlafzimmer. „Das neue Studio eröffnet jetzt allen neue Möglichkeiten“, meint Felix, „und für den Fall, dass jemand von Zuhause seine Show aufnehmen will, haben wir auch noch kleine USB-Mikrofone zur Ausleihe da. Die Shows spielen wir dann nachträglich ein.“

Coronakonform
Auch in Phasen von drohenden Verschärfungen sei das Projektradio nicht gefährdet: „Wir haben starke Auflagen im Studio“, so Felix, „jeder muss sich in eine Liste eintragen und wird so zum Zwecke der Infektionskettennachverfolgung registriert. Der Raum ist groß genug für zwei Leute, ausreichender Abstand ist bequem dauerhaft einzuhalten. Zudem haben wir ein Lüftungs- und Desinfektionskonzept.“ Das Ganze ist als langfristiges Projekt auch für die Post-Corona Zeit gedacht. Das „Auditorium Minimum“, wie das Studio liebevoll von Felix und Kevin getauft wurde, soll bestehen bleiben. „Die Idee, ein Tonstudio für jedermann an der Uni zu etablieren, ist eine gute Idee. Ich finde, die Uni braucht sowas“, proklamiert Felix.

„Ein Tonstudio für jedermann ist eine gute Idee“

Ordentlich Hörer
„Wir haben eine stabile Hörerschaft, die im mittleren zweistelligen Bereich ist“, konstatiert Felix über die Einschaltquoten für „Viertel vor Müsli“. „Klar, das könnte immer mehr sein, aber nach wie vor finde ich es krass, dass die Hörerschaft über den langen Zeitraum, den es unsere Show ja schon gibt, so eine Konstanz behalten hat.“ Auch das Verhältnis der beiden Co-Moderatoren-Morning-Men ist intensiver geworden: „Das Radio hat Kevins und meine Freundschaft vertieft.“
Bisher laufen neben „Viertel vor Müsli“ drei weitere Shows: „Patricks wirre Musikgeschichten“, „Vinylgefühl“ und „sonntag.sekt.sets“. Weitere Shows stehen bereits fest, haben aber bisher noch nicht gesendet. Darunter zählen „Oceanvibes“, die Show von und mit Rapper Timi Ocean, „DieMaxoSchnapsoShow“ und das „Szene-Feuilleton“. Letztere wird übrigens supportet von SUBWAY und soll ein Talkformat mit Kulturschaffenden der Region sein. „Es wäre natürlich ein wahnsinniger Luxus, wenn wir irgendwann so viel Content hätten, um ganze Tage zu füllen. Das wäre schon ein Traum“, schwelgt Felix, „einfach einen festen Uni-Radiosender! Daher brauchen wir einfach noch mehr Leute, die Bock haben, da was auf die Beine zu stellen. Wir senden alles, außer natürlich rassistische, sexistische und andere Kackscheiße.“
DH Campus radio 1 art
DH Campus radio 3 art
DH Felix und Kevin art

Text & Fotos Simon Henke

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