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Thomas Molle ist mit seinem Braunschweiger
Armbanduhren-Label Braisaz am Zahn der Zeit.
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Aus Braunschweig kommt die Zeit. Mit der Atomuhr in der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt steht der Löwenstadt eines der genauesten und zuverlässigsten Chronometer der Welt zur Verfügung. Die sogenannte „Cäsium-Fontäne“ überzeugt mit gerade einmal einer Sekunde Abweichung in 30 Millionen Jahren. Der faszinierenden Thematik hat sich auch Thomas Molle verschrieben und gründete 2017 das Uhren-Label Braisaz. Im Gespräch mit SUBWAY berichtet er von seinem Unternehmen und welchen Stellenwert Zeit in seinem Leben einnimmt.
„Meine erste wertige Armbanduhr habe ich mir damals zur bestandenen Gesellenprüfung gekauft. Es war eine Breitling, die inzwischen seit über 20 Jahren Teil meiner Sammlung ist“, erzählt Molle, der in Braunschweig geboren und aufgewachsen ist, mit leuchtenden Augen. „Ich habe sie mutigerweise über eBay erstanden und sie im Anschluss persönlich beim Verkäufer in Hamburg abgeholt.“ Die Begeisterung ist bis heute geblieben – viele Jahre später machen er und seine Lebensgefährtin das Hobby zum Beruf. „Ich habe vorher im Außendienst gearbeitet und hatte davon ziemlich die Schnauze voll. Da ich schon immer einen absoluten Fimmel für Uhren hatte, gerade für Armbanduhren, und sie auch privat sammle, lag die Entscheidung nahe, meine eigenen zu designen und auf den Markt zu bringen.“ Gesagt, getan. Ein Jahr dauerte es von der Idee bis zur Gründung des Unternehmens. Zusätzlich zum Online-Handel sind die Stücke aktuell auch in einer Ausstellung der Firma Rebmann im Artmax vertreten, wo sie Seite an Seite mit maßgeschneiderter Kleidung präsentiert werden. 

Salut, ça va?
Für das Marketing seiner Uhren lässt der 41-Jährige den Blick nach Frankreich schweifen. Florence, Lilou oder Maurice heißen die Modelle, die in den Ausführungen Slimline oder Chronograph schlichtes, zeitloses Design verkörpern und in Schwarz, Roségold oder Silber gestaltet sind. Zusätzlich lassen auswechselbare Mesh- oder Nato-Armbänder Kombinationen für jeden Anlass zu – vom stilvollen Business-Look bis hin zur funktional-lässigen Sport-Ästhetik.

 

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Dabei war der Gründer in jeden Entwicklungsschritt involviert. „Wir hatten eine Grundvorstellung und haben uns daraufhin mit dem Hersteller zusammengesetzt. Meine Ideen habe ich frei Hand gezeichnet um zu zeigen, wie ich mir die Umsetzung ungefähr vorstelle. Die Entscheidung war schwierig und hat zwei Tage gedauert, denn es gibt eine gewisse Auswahl an Grundmodellen, die man noch verändern kann. In dem Fall waren es etwa zweieinhalb Tausend verschiedene Ausführungen“, erinnert sich Molle. „Das erschlägt einen schon. Man hat seine eigene Vorstellung und es ist schwierig, wenn man erst mal 300 Uhren auf den Tisch gelegt bekommt. Aber wir waren komplett in den gestalterischen Prozess eingebunden.“ Gerade für Details wie das Schriftbild hat der gelernte Steinmetz ein Auge. Als Frankreich-Fan forschte Molle nach einem französischen Familiennamen, der sich von gängigen deutschen Bezeichnungen absetzt und sich stimmig in das elegante Ziffernblatt einfügt. Wenn er Zeit hätte, sagt er, würde er gerne öfter in der Bretagne oder in Südfrankreich Urlaub machen. Gerade Küstenregionen haben es ihm angetan.

„Immer, wenn man auf die jeweilige Uhr schaut, denkt man an diesen LebensAbschnitt zurück. Das hat schon durchaus etwas Sympathisches.“

Alles ist relativ
Um ein Unternehmen aus dem Nichts zu gründen und vollständig in das Metier einzutauchen, las sich Thomas Molle ausgiebig in die Thematik ein, verglich, eignete sich Fachwissen an und näherte sich Schritt für Schritt seinem Traum. Viel Learning by Doing war auch dabei – von der Firmengründung zur Markeneintragung, dem Schreiben eines Businessplans, der Konzeption eines Social-Media-Auftritts und vielen weiteren Stufen. Nach wie vor lernt er jeden Tag Neues und entwickelt seine Ideen weiter. Freude an den Zeitmessern hat Molle nach wie vor auch privat und mit den Jahren einige Sammlerstücke in seinen Besitz gebracht: „Es gibt für mich Klassiker, die nicht ausgetauscht werden.

Die liebe ich abgöttisch. Man hängt daran, weil jede zu einer Zeit gekauft worden ist, die jeweils einen Lebensabschnitt markiert. Andere fahren dafür in den Urlaub. Ich habe es damit geschafft, etwas Dauerhaftes für mich als Erinnerung zu haben. Immer, wenn man auf die jeweilige Uhr schaut, denkt man an diesen Abschnitt zurück. Das hat schon durchaus etwas Sympathisches. Auch wenn man nicht in der Vergangenheit leben sollte, aber es ist schön, zurückzublicken.“

In einer Gesellschaft, in der sich die kostbare Zeit immer mehr zu beschleunigen scheint, ist es besonders wichtig, regelmäßig innezuhalten und sich vom Alltagstrubel zu entspannen, das weiß Molle. Wenn es wieder einmal richtig stressig wird, setzt er sich auch bei Kälte in den Garten, macht einen guten Rum auf und raucht eine Zigarre. So, wie er es von seinem Großvater kennt. Eine gute Tradition, um Erlebtes und Zukünftiges zu reflektieren. Denn Pläne für seine Kollektion hat der Motorsport-Fan bereits: „Zur Gründung mussten wir uns auf zwei Modelle festlegen, aber ich würde gerne noch eine etwas sportlichere Uhr machen, mit einer höheren Wasserdichte. Damit man sich beim Sport, beim Schwimmen oder Ähnlichem keine Gedanken machen braucht. Ein ­kleineres ­Modell speziell für Damen ist auch in Planung.“
Fünf Fragen an Thomas Molle

Wofür nehmen Sie sich Zeit?
Fürs Geschäft, für Entschleunigung und meine Lebensgefährtin.

Wofür haben Sie keine Zeit?
Leider Gottes im Moment für sportliche Aktivitäten, das würde ich gerne wieder machen. Und Urlaub. Aber der kommt hoffentlich irgendwann wieder.

Zeitumstellung – ja oder nein?
Nein.

Was begeistert Sie außerdem neben den Zeitmessern?
Ich bin absoluter Motorsport-Fan, etwa vom 24-Stunden-Rennen von Le Mans, da wären wir auch wieder in Frankreich.

Wen oder was würden Sie besuchen, wenn Sie durch die Zeit reisen könnten?
Wenn es ein Ort wäre, dann Pompeji. Das würde mich baugeschichtlich interessieren. Kommt sicher dadurch, dass ich Steinmetz bin.
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Text Katharina Holzberger
Fotos Braisaz GmbH, Katharina Holzberger

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