Kennt ihr eigentlich schon ...

... Eintracht-Geschäftsführer Wolfram Benz?
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Wolfram Benz kennt Eintracht Braunschweig und dessen Strukturen so gut, wie kaum ein Zweiter: Schon fast 13 Jahre ist er beim Verein, hat dort viele Jahre die Abteilung Marketing/Sponsoring geleitet. Im April dieses Jahres wurde der 41-Jährige schließlich vom Aufsichtsrat zum Geschäftsführer der Eintracht ernannt und trat damit – vorerst bis Ende Juni 2022 – die Nachfolge Olaf Podschadlis an, der sein Amt ziemlich unerwartet bereits nach drei Monaten aus privaten Gründen niederlegte. Benz ist gebürtiger Berliner, hat dort sein Diplom in Betriebswirtschaftslehre mit Schwerpunkt Marketing an der Freien Universität abgelegt und kam 2006 für Blau-Gelb nach Braunschweig. Er ist Familienvater und treibt in seiner Freizeit natürlich viel Sport. Ein frischer Geschäftsführer, zahlreiche Zu- und Abgänge: Wo geht’s hin mit der Eintracht? Und bleiben die Bierpreise im Stadion stabil, Wolfram Benz?
Neue Saison, neue Spieler, neues Glück: Warum startet Eintracht wieder richtig durch?
Wir haben in den letzten Monaten einige wichtige Dinge auf den Weg gebracht. Wir haben Stabilität und einen wahnsinnigen Spirit gewonnen, nicht nur innerhalb der Mannschaft, sondern im gesamten Kollektiv. Vor allem merken wir, dass wir seit der Winterpause mit den Fans und der Region wieder näher zusammengefunden haben. Wir haben wieder das Gefühl eines Miteinander, aus dem wir in der neuen Saison Kraft schöpfen können.

Abstieg, Klassenerhalt, Spitze oder Aufstieg?
Wir wollen definitiv besser sein als 2018/19 und trauen der Mannschaft schon etwas zu. Ein Platz im oberen Drittel wäre wünschenswert.

Lieber in der dritten Liga ganz oben oder in der zweiten ganz unten?
Wenn in der zweiten Liga ganz unten nicht Abstiegsplatz heißt, dann doch lieber in der zweiten Bundesliga.

Meinen Sie, unsere Eintracht schafft es jemals wieder in die erste Liga?
An dem Plan arbeiten wir. Lassen Sie uns doch erstmal in die zweite Liga zurückkehren. (lacht)

Sind Sie auf der Tribüne mehr stiller Beobachter oder gehen Sie impulsiv aus sich heraus?
Ich bin impulsiver Steher. (lacht)
Und was kann Sie bei einem Spiel so richtig auf die Palme bringen?
Das fängt bei Fehlentscheidungen der Schiris an, geht über Niederlagen. Puh, ich merke gerade, die Liste ist ganz schön lang.

Warum sind Eintrachts Fans die besten der Welt?
Sie sind extrem treu und loyal, Anhänger des richtigen Vereins und nicht nur mit Blick auf die vergangenen beiden Saisons vor allem belastbar.

Welches Fan-Lied mögen Sie am liebsten?
„Zwischen Harz und Heideland“.

Was halten Sie von all den BTSV-Graffitis in der ganzen Region?
Dadurch merkt man, dass wir die Menschen bewegen. Ich finde Eintracht-Graffitis und die Botschaft dahinter toll, würde mich aber freuen, wenn sie nur da gesprüht werden, wo es auch erlaubt ist.
Hegen auch Sie eine persönliche Missgunst gegen alles, was mit Hannover zu tun hat?
Nein, persönlich nicht. Derbys sind das Salz in der Suppe des Fußballs. Rivalität ja – aber auch Fairplay.

Sind Sie eigentlich selbst ein guter Fußballer?
Wenn gut heißt, ausdauernd und schnell zu sein, dann gegebenenfalls ja. Aber kein begnadeter. Eher der Wadenbeißer, der zumindest immer wusste, was er zu machen hatte.

Welche Position würden Sie spielen?
Wie früher auf den Ascheplätzen der Bezirksliga in Berlin: Rechter Verteidiger.
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Fußball wird ja von Fans oft von links oder rechts politisiert … Gehört Politik ins Stadion?
Wir haben als Eintracht Braunschweig eine Funktion und Bedeutung für viele Menschen. Deshalb sollten wir generell möglichst neutral sein und uns nicht von irgendwelchen politischen Interessen leiten lassen. Aber natürlich haben wir zu gewissen Dingen einen Standpunkt und stehen für Werte ein. Deshalb denke ich schon, dass wir zu bestimmten gesellschaftlichen Problemen etwas sagen dürfen und auch sollten.

Meinen Sie, es ist an der Zeit, im Stadion auch eine Veggie-Stadionbratwurst anzubieten?
Für viele Braunschweiger ist Fußball immer noch Bratwurst und Bier. Wir hatten auch mal einen Veggie-Burger im Angebot – mit dann doch eher mäßigem Erfolg.

Ganz wichtig: Bleiben die Bierpreise im Stadion auf Dauer stabil?
Wir geben unser Bestes. In dieser Saison auf jeden Fall.

Was würden Sie tun, wenn Sie nie wieder arbeiten müssten?
Das kann und möchte ich mir nicht vorstellen.

Wie hätten Sie den Abend verbracht, wenn Eintracht nochmal abgestiegen wäre?
Mit ganz viel Jägermeister und ganz viel Wolters.

Und wie haben Sie den Klassenerhalt gefeiert?
Mit ganz viel Jägermeister und ganz viel Wolters.

Interview Benyamin Bahri
Fotos Eintracht Braunschweig

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