Kennt ihr eigentlich schon ...

… Musikliebhaber Chris Rank?
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Die meisten kennen ihn wohl als Plattendealer vom Café Riptide. Chris Rank ist allerdings auch DJ, der seine erste prägende Cluberfahrung im zarten Alter von 15 Jahren als Kassetten-Selector im Clubraum der Pfarrgemeinde St. Heinrich in der Südstadt gemacht hat. Als Plattensammler spielt DJ „Butch Cassidy“ heute selbstverständlich nur Vinyl und fordert seine Gäste heraus, indem er die unmöglichsten Stile mixt. Was viele nicht wissen, Chris war Gründungsmitglied von Radio Okerwelle und vom Nexus, hat in Wolfenbüttel mal das Café Mumpitz betrieben und richtet erfolgreich die Musikfilm-Eventreihe „Sound On Screen“ aus. Außerdem war er Tourmanager, Party- und Konzertveranstalter, hat 1994 einen der ersten Onlineshops für Schallplatten ins Leben gerufen und führt das Label Riptide Recordings. Der gebürtige und kinderlose Braunschweiger sagt, er sei so alt, wie er sich fühlt, ist seit zehn Jahren strenger Veganer, gibt aber zu, dass er heute leicht zurückgedriftet ist, hin irgendwo zwischen Veganer und strengem Vegetarier. Wenn ihm der aktuelle, sehr bedauerliche und aus unserer Sicht überzogene Riptide-Vermieter-Stress nicht viel zu sehr zusetzt, macht der Naturbursche gern Sport, geht Tauchen und reist.
Was war dein bescheuertster DJ-Name?
Anfangs lief alles auf DJ Chris oder so hinaus. Es gab später Spaßnamen wie Pitch, der Fade Doctor. Oh mein Gott ... Am bescheuertsten war vielleicht Rankmaster Flash.

Ein besonders denkwürdiges DJ-Erlebnis?
Unvergessen bleibt der Abend vor zwei Jahren im Kunstverein, als mich die Polizei vom DJ-Pult abführte und ich umjubelt vorher noch schnell „Fuck Tha Police“ von N.W.A. starten konnte. Ein Bild für die Götter.

Kann man eigentlich besoffen oder nüchtern besser auflegen?
Das macht bei mir keinen Unterschied, weder technisch noch stimmungsmäßig. Ich mag beides sehr.

Ist es ein Klischee, dass DJs regelmäßig die Frauen abschleppen?
Ohne meinen Anwalt sage ich dazu gar nichts.

Hast du schon mal eine illegal runtergeladene MP3 aufgelegt?
Nee, MP3s sind für‘n Arsch. Illegale noch mehr. Ich verdiene Geld damit, indem ich andere Künstler beklaue? Unmöglich!
NW c Chris Rank art
Welcher Song läuft auf deiner Beerdigung?
Auf jeden Fall „Enjoy Yourself“ von Prince Buster.

Und was hörst du zum Einschlafen?
„Die drei ???“ oder Napalm Death.

Kommst du neben dem Vermieterstress überhaupt noch zu entspannter und leidenschaftlicher Plattensammler-Nerdigkeit?
Ich probiere es, ist wichtig als Ausgleich. Auch wenn aktuell sowas natürlich ein wenig mehr in den Hintergrund tritt.

Gibt es bei dir den Gedanken, einen stinknormalen 9-to-5-Job anzunehmen?
Klar gibt‘s diesen Gedanken immer wieder. Mal nicht verantwortlich sein, Kopf ausschalten, Feierabend machen und das Geld ist pünktlich auf dem Konto. Obwohl ich weiß, dass mich ein solches Leben kaum zufriedenstellen würde.

Was würdest du tun, wenn du nie wieder arbeiten müsstest?
Mit dem Wohnmobil und meiner Traumfrau um die Welt reisen, Länder und Leute kennenlernen, Tauchen, Surfen und Abenteuer erleben.
Welche ist deine erste gekaufte Schallplatte?
Das war „Triumph and Agony“ von Warlock. Ich habe sie noch, aber ewig nicht mehr gehört.

Gibt es Musik, die du aus Prinzip nicht verkaufen würdest?
Im Prinzip schon. Vollkommen indiskutabel ist zum Beispiel musikalischer Müll wie Helene Fischer und Co. – oder irgendein rassistischer, faschistischer oder sexistischer Mist.

Verkaufst du lieber veganes Essen oder Schallplatten?
Beides toll und gut für die Seele.

Wann hast du zuletzt Fleisch gegessen?
Das war 1994 und zwar gefüllte Tortellini.

Hast du schonmal betrunken Lust auf Fleisch gekriegt und bist schwach geworden?
So betrunken kann ich gar nicht sein.

Wie oft wird im Riptide nach Fleisch gefragt?
Sehr, sehr selten. Aber es kommt vor.

Was hälst du von veganen Fleischimitationen – Schnitzel, Currywurst, Hack?
Kann schon schmecken. Verstehe aber Vegetarier oder Veganer nicht, die „Fleischersatzprodukte“ von Fleischerei-Unternehmen essen. Das ist für mich ein Widerspruch in sich.

Was bringt dich so richtig auf die Palme?
Ungerechtigkeit, Habgier, Arroganz, Engstirnigkeit, Intoleranz – und wenn bei „FIFA“ der Gegner online irgendwelche Geheimtasten benutzt.

Fun-Facts über dich?
Ich bin nicht so dumm, wie ich aussehe.

Interview Benyamin Bahri
Foto Sascha Griese

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