Kennt ihr eigentlich schon...

... Überland-Maître Jimmy Ledemazel?
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Jimmy Ledemazel hat das Gastgewerbe im Blut. Nachdem er im pittoresken Siegerland in Südwestfalen tätig war, hatte er im Ritz-Carlton-Restaurant Aqua in der Wolfsburger Autostadt als Maître, also als Restaurantleiter, eine neue Heimat gefunden. Der gebürtige Franzose wurde so etwas wie die gute Seele des Hauses und für seine charmante und erstklassig-zuvorkommende Arbeit in dem Drei-Sterne-Restaurant über die Jahre vielfach ausgezeichnet. Doch nach 14 Jahren war Zeit für etwas Neues. Seit der Eröffnung des Überland Ende Mai bildet er als General Manager zusammen mit TV-Starkoch Tim Mälzer und dem Braunschweiger Trend-Gastronomen Lars Nussbaum das Führungsteam des jenes gastronomischen Leuchtturmprojekts, wie es vielfach heißt, das in der 18. Etage des BraWoPark „urbane Vorzeigegastronomie mit dem besonderen Tim-Mälzer-Twist“ bietet. Der liebenswerte und offenherzige Jimmy hat Humor und Esprit und behält stets das Wohl und die Bedürfnisse seiner Gäste im Fokus. Nicht umsonst wurde der 41-jährige Küchenkenner bis 2014 drei Mal hintereinander mit dem „Best-of-the-Best“-Award von Port Culinaire in der Kategorie „Mr. Feel Good“ prämiert, für den er auch 2019 wieder nominiert wurde (Anm. d. Red.: Gewinner bei Redaktionsschluss noch offen). Woher hat er dieses besonders gute Händchen für den Restaurantbetrieb? Ob es der französische Gaumen des Gourmets ist?
Jimmy, Wie schaffst du es, immer so positiv, bodenständig und offen zu bleiben?
Ich bin eine fröhliche Natur, das ist mir einfach angeboren.

Wie geht man am besten mit muffigen, schlecht gelaunten Gästen um?
Mit Sympathie, Höflichkeit und Ruhe.

Wird es nicht mal anstrengend, immer so freundlich zu sein?
An manchen Tagen kostet es ein wenig Kraft.

Was für Menschen kannst du nicht ausstehen?
Arrogante, überhebliche und respektlose Menschen. Der Gast ist König, wenn er sich wie ein König benimmt.

Für welchen Job im Restaurant Betrieb wärst du dir zu schade?
Ich bin mir für keinen Job im Restaurant zu schade. Am Ende mache ich ja auch alles.

Wie machst du jemandem etwas schmackhaft, das du selbst nicht essen magst?
Man muss das Produkt und die Qualität kennen, dann kann man es mit Leidenschaft und Professionalität anbieten.
Was war dein peinlichstes Erlebnis als Restaurantleiter? Eine kurze Anekdote bitte ...
Ich habe einmal im Aqua den Lebenspartner einer bekannten Chefredakteurin eines Gourmetführers den ganzen Abend beim falschen Namen genannt, bis er mich darauf hinwies.

Wird in der Gastrobranche wirklich so viel getrunken, wie man immer hört? Gehört ein Schluck Wein hier und da dazu?
Ein Schluck auf jeden Fall. Jeder braucht ein paar Vitamine. (lacht) Für mich ist Champagner wie Lebenswasser.
Wo lebt es sich für dich besser: in Braunschweig oder Wolfsburg?
Beide Städte haben ihre Vorteile und ihren eigenen Charme. Aber ich lebe am liebsten in meinem kleinen Dörfchen.

Würdest du alles essen, was dir ein Sternekoch auftischt?
Fast alles, wenn es nicht gerade Ameisen oder Kabeljau-Sperma ist. (lacht)
Was kriegst du überhaupt nicht runter?
Senfeier und totgebratenes Fleisch.

Isst du auch mal einen Döner von der Ecke?
Mit Sicherheit. Schön scharf!

Kannst du selbst gut kochen?
Ich denke schon, letztendlich habe ich das ja gelernt. Jimmy-Spezial: Kalbsbäckchen mit Pilzrisotto.

Und schmeckt deiner Freundin immer alles, was du kochst?
Liebe geht durch den Magen. Bis jetzt hat sie mich nicht verlassen.

Isst du immer auf?
Ja, aber viel zu schnell. Typisch Gastronom.

Bringst du es fertig, Essen wegzuschmeißen?
Ich schimpfe zwei bis drei Mal die Woche zuhause mit meiner Verlobten, weil wir zu viele Lebensmittel wegschmeißen.

Welchen kulinarischen Rat hältst du als Franzose für die Deutschen bereit?
Lieber ein kleines Auto, dafür einen vollen Kühlschrank und eine hochwertige Auswahl im Weinkeller.

Was würdest du tun, wenn du nie wieder arbeiten müsstest?
Auf einer Insel mit meiner Partnerin das Leben genießen ... und mich verwöhnen lassen.

In welcher Epoche würdest du gern leben?
Ich bin die Reinkarnation von Napoleon!

Interview Benyamin Bahri
Foto Überland

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