Kennt ihr eigentlich schon...

... Aufräumcoach Marcel Niemeier?
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Mehr Ordnung im Kühlschrank, ein kleines bisschen mehr Platz im Kleiderschrank oder auch einfach etwas weniger Kram in den eigenen vier Wänden – für die einen eine nicht zu bewältigende Hürde, für Marcel Niemeier eine Leidenschaft und neue Lebensaufgabe. Der 33-jährige Wahlbraunschweiger hat sich in diesem Jahr nebenberuflich als Aufräumcoach verwirklicht und tingelt seit April als erste und bisher einzige männliche Aufräumfee durch die Wohnungen der Region. Sein Fokus liegt dabei auf der herausfordernden Aufgabe des Ausmistens – „Für weniger Zeug und mehr Leben“ lautet deshalb das Motto des ordnungsliebenden Motivators. Ein Schlüsselmoment für Marcels minimalistischen Lebensstil war eine Wanderreise, auf der sich seine Einstellung zu Konsum maßgeblich änderte und er merkte, wie wenig man eigentlich braucht. Aber machen wir uns nix vor, der Marie-Kondō-Hype hat sicherlich auch dazu beigetragen. Entgegen aller Erwartungen besitzt Marcel etwa 40 Brettspiele; dafür aber nur zwei Hosen und absolut gar keine Weihnachtsdeko. Nicht mal ein Weihnachtsbaum findet seinen Weg in Marcels heimischen Ruhe-Tempel im Östlichen. Beim Aufräumen hört der sympathische Minimalismus-Nerd am liebsten Anime-Opening-Songs à la „Dragonball Z“ – aber auch 90s-Playlists schallen gern mal durch seine Bluetooth-Box. Vielleicht hilft dieser Soundtrack auch euch beim Hausputz?
Marcel, wann hast du zuletzt aufgeräumt?
Gute Frage! (lacht) Tatsächlich erst gestern Abend.

Welche Aufräumtypen gibt es und welcher davon bist du?
Ich denke, es lässt sich kein:e Aufräumcoach:in in eine bestimmte Schublade stecken. Marie Kondō beispielsweise berät nur. Meine Stärke ist definitiv die Motivation: Ich packe sofort mit an, habe ein gutes Auge für kreative Lösungen und garniere das Ganze sowohl mit meinem lockeren Wesen als auch mit meinem hohen Energielevel. Dennoch bin ich aber nicht mit jeder Art von Kunde kompatibel, was auch gut so ist. Sympathie ist die wichtigste Voraussetzung für ein erfolgreiches Coaching, daher könnt ihr mich ganz gut vorab auf meinem Instagram-Profil @deraufraeumcoach_bs oder auf meiner Webseite kennenlernen und selbst entscheiden.

Würdest du dich als „Braunschweiger Marie Kondō“ bezeichnen?
Ich wünschte mir, es wäre so! (lacht) Der große Unterschied zwischen ihr und mir ist jedoch, dass ich mich auf Minimalismus fokussiere und nicht nur prüfe, ob die vorhandenen Dinge Freude bereiten. Ihre Falttechniken sind jedoch großartig und praktiziere ich ebenso – auch wenn in abgewandelter Männervariante.

Wo ist deine Wohnung am unordentlichsten?
Definitiv im Büro beziehungsweise im Ankleidezimmer. Da sich dieser Raum direkt neben der Haustür befindet, werden hier gerne mal die Sporttasche, der Wäscheständer und alle anderen Dinge, die im Alltag bewegt werden, abgestellt.
Und woran erkennt man in deiner Wohnung, dass es deine ist? Viel Holz, kein Glas und klare Naturfarben. Braun, Beige und dunkle Farben dominieren. Natürlich ist es hier immer picobello aufgeräumt – naja, fast immer! (lacht)
Was ist dein Sternzeichen?
Fische – was auch sehr gut passt, denn ich liebe das Wasser.

Was stört dein Feng Shui besonders?
Hm, also ich bin ja kein großer Feng-Shui Fan. Ist mir in manchen Punkten zu viel Esoterik. Einige Ansätze finde ich jedoch spannend und werden von mir bei Coachings eingesetzt. Mein Büro beziehungsweise Ankleidezimmer ist nicht ideal, da ich hier alte Möbel nutze, die nicht gut ins Zimmer passen und den Energiefluss stören. Aus Nachhaltigkeitsgründen akzeptiere ich aber die nicht vorhandene Balance in diesem Raum.

Wie schaltest du am besten ab?
Das ist tatsächlich manchmal mein großes Problem: das Nichtstun. Sauna, Sport und Netflix geben mir dann aber doch ab und zu die Möglichkeit, den Akku wieder aufzuladen. Am besten abschalten kann ich jedoch beim Wandern. Einfach Kopf aus und los!

Was ist deine schlechteste Angewohnheit?
Ich bin sehr ungeduldig und brauche absolute Ruhe beim Einschlafen. Schnarchende Personen, eine tickende Uhr oder eine blubbernde Heizung machen mich ziemlich aggressiv – trotz Ohrstöpsel!

Und deine beste Angewohnheit?
Ich bin sehr begeisterungsfähig, kann andere Menschen dementsprechend mitreißen und werde oftmals für meine positive Lebenseinstellung gelobt.
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Gibt es etwas, das du sammelst?
Wenn wir über reines Sammeln sprechen kann ich klar mit „Nein“ antworten.

Was kannst du gar nicht?
In handwerklichen Dingen bin ich ziemlich schlecht. Zu Werkzeug wird erst gegriffen, wenn Klebeband und Sekundenkleber versagt haben…

Für was musst du so richtig deinen inneren Schweinehund überwinden?
Ein Fallschirmsprung vor einigen Jahren hat mir einiges abverlangt. Ich glaube, dass mein Adrenalinspiegel noch nie so hoch war wie an diesem Tag.

Bei welchem Song wechselst du den Radiosender? 
Schwierige Frage, aber (deutscher) Rap ist so gar nicht meins. Radio38 ist stets die bevorzugte Wahl.

Zu Hause rumlümmeln in dicken Socken oder in Hausschuhen?
Hausschuhe, ich liebe meine Birkis!

... in Jeans oder Jogginghose?
Joggingbuxe!

Wie sieht deine Morgenroutine aus?
Ohne großes Rumbummeln nach dem Duschen und Kaffeekochen direkt an den Schreibtisch. Manchmal sogar in nur 15 Minuten!

Morgens Kaffee oder Tee? 
Kaffee.
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Deine Lieblings-Freizeitaktivität?
Alles, was mit Outdoor und Bewegung zu tun hat.

Wo hast du deinen bisher schönsten (Wander-) Urlaub verbracht?
Uff, das ist echt schwer zu sagen, weil alle Wanderurlaube einzigartig waren. Die Alpenüberquerung (Fernwanderweg E5) von Oberstdorf bis nach Meran war aber ein ganz großes Highlight!

Was magst du an Braunschweig am liebsten? 
Die Größe und dass alles mit dem Fahrrad zu erreichen ist.

Was vermisst du manchmal aus deiner Heimat? 
Ach, tatsächlich sehr, sehr wenig, da ich mich in Braunschweig pudelwohl fühle!
Was gibts bei dir an Heiligabend zu essen?
Eigentlich ist mir das egal, solange es vegetarisch ist. Aber es wird meistens der Raclette-Grill rausgeholt, damit sich das gemütliche Essen über zwei bis drei Stunden ziehen kann.

Dekorierst du zu Weihnachten oder herrscht da auch strenger Minimalismus? 
Haha, diese Frage führt bei Familien mit Kindern zu einer unangenehmen Unterhaltung, aber ich besitze tatsächlich kein einziges Stück Weihnachtsdeko und finde es grandios!

Was tun mit Geschenken, die man nicht braucht?
Ich weiß, dass sich viele Menschen schwer damit tun, ungeliebte Geschenke aus Respekt gegenüber des Schenkenden zu entsorgen. Aber vergesst nicht: Nach dem Schenken geht der Gegenstand in euren Besitz über. Dann könnt ihr darüber frei entscheiden. Stell dir am besten selbst die Frage: Würdest du wollen, dass ein:e Freund:in ein Geschenk behält, das er oder sie wirklich nicht mag oder braucht?

Was verschenkst du am liebsten zu Weihnachten?
Gemeinsame Aktivitäten und Zeit. Gibt es etwas Schöneres?

Interview Louisa Ferch
Fotos Marcel Niemeier

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