Open Studios

5. bis 8. Juli / Hochschule für
Bildende Künste u. a. 

rundgang.hbk-bs.de
Bei den Open Studios zeigt die HBK, was sonst hinter geschlossenen Türen für die Öffentlichkeit verborgen bleibt.
Einmal hinter die Kulissen blicken: Vier Tage lang werden beim HBK-Rundgang Ateliers, Werkstätten und Seminarräume zu Veranstaltungs- und Ausstellungsflächen mit Platz für Diskussionen, Vorträge und Vorführungen. Im Fokus steht die Präsentation der studentischen Arbeiten aus allen Studienbereichen, darunter auch zahlreiche Abschluss- und Projektarbeiten.
Noch im letzten Jahr blieben beim Rundgang allerdings viele Wände leer. Eine Protestaktion zu neuen Studienbedingungen hatte bei den Studenten für Unmut gesorgt. Unter dem Motto „Der etwas andere Rundgang“ wurde die Hochschule mit Plakaten und der Botschaft behängt: „Stell dir vor, es ist Rundgang und niemand stellt aus“, ein alternatives Programm sollte auf Probleme und mögliche Lösungsansätze hinweisen, Studierende standen für Diskussionsrunden und Gedankenaustausch bereit.

Noch im letzten Jahr blieben beim Rundgang viele Wände leer

moeller johannes everything u need 2018 art
Ein Jahr später scheinen die Wogen geglättet und die Präsentation studentischer Werke steht wieder im Vordergrund. Eines davon ist die erste Bachelorarbeit des neuen Studiengangs „Design in der digitalen Gesellschaft“ von Sebastian Spiegler. Mit „Segmental3D“ hat er einen 3D-Drucker entwickelt, der sich auf die Bedürfnisse des Nutzers abstimmen lässt. „Durch mein Studium hier an der HBK bin ich vor zwei Jahren auf den 3D-Druck als Möglichkeit, Designprototypen zu realisieren und zu testen, aufmerksam geworden. Ich habe mir privat mehrere low cost 3D-Drucker angeschafft und festgestellt, dass bei diesen viel Optimierungspotential, sowohl gestalterisch als auch funktional, vorhanden ist. Die Erkenntnisse daraus wollte ich nun in einem Entwurf zusammenfassen“, erklärt Sebastian seine Idee. Der Drucker soll vor allem für die Produktion von Kunststoffteilen für Hobby und Haushalt geeignet sein und unterschiedlichen Ansprüchen genügen können.
Um das zu bewerkstelligen, wird es einen Konfigurator geben, wie man ihn bereits von anderen Produkten, etwa Autos, kennt. „Man kann sich bei der Bestellung aus verschiedenen Optionen seinen persönlichen 3D-Drucker zusammenstellen. Wählbare Optionen können zum Beispiel die Farbgebung, die Druckraumgröße und zusätzliche Funktionen wie zum Beispiel WLAN-Anbindung oder eine Webcam sein. Das offene modulare System ermöglicht außerdem auch während der Nutzung eine Anpassung an die individuellen Bedürfnisse des Nutzers. Man kann zum Beispiel im Nachhinein durch Austausch einiger Module die Druckgröße verändern, den Drucker mit diversen Upgrades versehen und ihn weiterentwickeln.“ „Segmental3D“ soll außerdem eine nutzerfreundliche und intuitive grafische Bedienoberfläche erhalten. Beim HBK-Rundgang wird der Drucker als funktionsfähiger Prototyp in der Galerie neben der Bibliothek zu sehen sein.
C HBK Designzeichnung 001 Art
Sebastian Spiegler art
Ein anderes Projekt aus der Freien Kunst ist Johannes Moellers „Everything you need to do (is) art“. Die konzeptionelle Arbeit ist ein Werkstattwagen als Skulptur, der für all die Möglichkeiten steht, die sich ihm als Künstler bieten. Johannes studiert Bildhauerei in der Klasse von Prof. Asta Gröting, genauso wie seine Kommilitonen arbeitet er aber auch in anderen Medien: Performance, Video, Fotografie oder Installation. „Der ‚Werkstattwagen‘ ist ein Ding, das jeder Künstler kennt. Er ist dein Companion Cube“, erklärt Johannes. „Es gibt unterschiedliche Ausführungen und jeder hat andere Ansprüche und eine individuelle Ausstattung. An der HBK haben viele Studierende zum Beispiel oftmals weiße Rollcontainer mit Schubladen, die die Uni bereitstellt. Aber auch die professionellen Künstler haben so etwas in der ein oder anderen Form.“ Die Klasse befindet sich in einem Pavillon auf dem Campusgelände, wo die Studenten gemeinsam eine Ausstellung mit den besten Arbeiten kuratiert haben, die über das Jahr dort entstanden sind. Student Max Jeromin etwa baute für sein Diplom einen kompletten Dachstuhl auf originalen Holzbalken. Die vielen weiteren Angebote lassen sich dem ausführlichen Programm entnehmen, die Eröffnung findet am 5. Juli um 18 Uhr im Weidenhof statt – dieses Jahr kann es also wieder rundgehen.
Renderings Verschiedene Farben 001 art

Text Katharina Holzberger
Grafik Johannes Moeller, Sebastian Spiegler

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