Warum es wichtig ist, in Klausuren- und Stressphasen auch mal abzuschalten.
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Die Vorlesungszeit ist so gut wie rum und die stressreichste Phase des Semesters beginnt – die Prüfungsphase. In dieser Zeit ist man rund um die Uhr Geisel seines Schreibtisches. Immerhin müssen Klausuren, Seminararbeiten oder Vorbereitungen auf mündliche Prüfungen unter einen Hut gebracht werden, weshalb man sich frische Luft nur auf dem Weg in die Bib oder zum Supermarkt gönnt. Und wer weiß in dieser Phase schon, was ein Sozialleben ist? Der Fokus liegt einzig und allein auf dem Pauken; Freunde sowie Pausen können einfach mit dem Gewissen nicht vereinbart werden.

Fredericke, 22 Jahre und BWL-Studentin im dritten Semester, graut es jedes Mal aufs Neue vor dem Klausurenstress. „Ich find es einfach fürchterlich. Im Durchschnitt schreibe ich pro Semester fünf Klausuren und eine Hausarbeit. Um das Pensum zu schaffen, lerne ich rund um die Uhr und gönne mir keine Freizeit, weil ich glaube, nur so erfolgreich zu sein. Allerdings fühle ich mich irgendwann einfach antriebslos, schlapp und bin alles andere als aufnahmefähig.“

Es ist Quatsch, wenn man denkt, pausenloses Durchpowern sei der einzige Weg zum Erfolg. Denn so wichtig das Lernen an sich auch sein mag, genauso relevant ist, sich ab und zu mal ein bisschen Entspannung zu gönnen. Also chill, Digga! Hier bekommst du Tipps zum Abschalten.
Pumpen statt Pauken
Gönnt man sich mal ne Pause vom ganzen Lernstress, heißt es häufig Füße hochlegen und nix tun. Doch ist das überhaupt die beste Strategie? Betrachten wir es einmal von der wissenschaftlichen Seite. Stress entsteht im präfrontalen Kortex, also der vordersten Hirnregion, die permanent Millionen von Informationen filtert und verarbeitet. Prasseln aber beispielsweise durch das Lernen zu viele Reize auf einmal ein, „verstopfen“ die Vorderlappen und wir können nicht mehr effizient arbeiten. Wir fühlen uns gestresst. Sport führt dazu, dass wir die elektrischen Aktivitäten des Frontalkortex auf den Motorkortex, der unsere Bewegung steuert, verlagern können. Dadurch wird der präfrontale Kortex entlastet und wir trainieren uns den Kopf frei.

Nun bedeutet das allerdings nicht, einen Halbmarathon zu laufen, abenteuerliches Parcourtraining zu absolvieren oder sich an der 100-Kilo-Hantelbank zu verausgaben, denn durch das exzessive Training erzeugst du einfach noch mehr körperlichen Stress.

Finde deine perfekte Sportart zum Abschalten: Tanz-Workouts wie Zumba sorgen beispielsweise nicht nur für Bewegung, sondern machen gleichzeitig auch glücklich; Tennis hilft dir, Aggressionen abzubauen und Quality Time mit deinen Freunden zu verbringen, Schwimmen entschleunigt und entlastet den Körper. Oder mach einfach einen 20-minütigen Spaziergang an der frischen Luft, um den Kopf freizukriegen. Entspanne dich mit Slow Sport.
It’s all about Yoga
Hatha, Yin, Hormon, Kundalini, Vinyasa und Aerial – es gibt endlos viele Yogastile, die besonders in den letzten Jahren durch Hollywoods A-Prominenz wie Skandalnudel Miley Cyrus oder „Friends“-Liebling Jennifer Aniston richtig beliebt wurden. Da wird zu Hause oder im Sportstudio schon mal die Matte ausgerollt und Positionen wie der „herabschauende Hund“ oder die „Heldenstellung“ eingenommen. Inzwischen gehört Yoga in Deutschland sogar zu der beliebtesten Freizeitsportart neben Wandern, Joggen und Schwimmen. Allerdings sind 90 Prozent der Yoga-Praktizierenden weiblich. Also Obacht an alle Herren der Schöpfung: Yoga ist eine hervorragende Strategie, um neue Energie für den Klausurenmarathon und Berufsalltag zu generieren.

Die ruhigen, fließenden Bewegungen und die bewusste Atmung sorgen für innere Ordnung und eine intensivierte Selbstwahrnehmung. Darüber hinaus stärkt Yoga die Koordinationsfähigkeit, Kraft, Ausdauer, Flexibilität, beugt Erkrankungen des Herz-Kreislaufsystems vor, stärkt die Rückenmuskulatur und hält den Stoffwechsel in Schwung. Überhaupt soll ein tieferes Bewusstsein für Körper und Geist entwickelt werden, um psychische Belastungen und Stress zu minimieren, geistige Blockaden zu lösen und mit mehr Gelassenheit, gesünderem Schlaf und klaren Gedanken durch die Welt zu spazieren. Worauf wartet ihr noch? Yoga ist der perfekte Ausgleich zur anstrengenden Klausurenphase und sollte vielleicht sogar in den Alltag jedes Erdbewohners integriert werden. Möglicherweise wird die Welt so ja zu einem besseren Ort. Namasté.
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Entspannungsübungen
Alle eineinhalb Stunden solltest du für mindestens 15 bis 20 Minuten eine Pause machen. Das klappt ja meist nicht so hervorragend. Um also einen besseren Überblick auf dein Lern-/Pausenverhältnis zu behalten, stell dir einfach einen Wecker oder nutze Apps wie „Forest“, die dir helfen, dein Smartphone für eine vorher festgelegte Zeit ruhen zu lassen, um konzentrierter zu arbeiten und dich dann mit einer Pause zu belohnen. Du kannst natürlich auch Entspannungstechniken wie autogenes Training anwenden, um den Kopf möglichst schnell freizubekommen.

Hey du, wir probieren jetzt mal gemeinsam eine Miniübung aus, also schmeiß die smoothe Entspannungsplaylist von Spotify an und los geht‘s: Lege beide Hände auf den Tisch und schiebe die Daumen drunter. Spanne deine Finger an und versuche die Tischplatte zusammenzupressen. Halte die Spannung sieben Sekunden aufrecht, schließe beim Ausatmen die Augen, konzentriere dich auf deinem Körper, lockere die Handmuskulatur und lass das Gefühl der Entspannung auf dich wirken. Sag zu dir: „Ich bin ganz ruhig.“ Wiederhole die Übung ungefähr sieben Mal. Na, wie war‘s? Fühlst du dich jetzt schon voll Zen? Falls nicht, brauchst du vielleicht noch ein bisschen Übung. Also probiere es einfach nochmal oder besuche einen Kurs für autogenes Training.
Lass mal treffen!
Pausen sind alles andere als Zeitverschwendung. Sie helfen dir nämlich, neue Energie zu tanken, leistungsstark zu bleiben und einfach mal mit der Welt klarzukommen. Am Ende des Tages bringt es dir nämlich überhaupt nichts, dich selbst auszubeuten. Womöglich kannst du sogar aufgrund der wochenlangen Überforderung in den Klausuren nicht mehr die gewünschte Leistung abrufen. Deshalb ist ein gutes Zeitmanagement das A und O. Fange frühzeitig an zu lernen, um dir auch noch kleine Auszeiten gönnen zu können.

„Ich habe inzwischen herausgefunden, dass es einfach gut tut, sich zwischenzeitlich mit Freunden zu treffen“, erzählt die 22-jährige BWL-Studentin Fredericke „Bei einer netten Tasse Tee einfach mal über etwas anderes sprechen und nachdenken als den Klausurenstress. Redet man dann vielleicht doch mal über die Klausur, ist es auch schön, seinen ganzen Frust abzulassen. Ich fühle mich danach meist freier und motivierter.“ Wenn es dein Zeitmanagement noch zulässt, sei doch einfach mal so frei und widme dir selbst einen ganzen Tag, anstatt 24/7 über mathematischen Formeln oder linguistischen Theorien zu hängen.
Generell gilt: Gönn dir deinen Feierabend, denn mehr als zehn Stunden Pauken bringt sowieso nichts. Dein Körper braucht Ruhe, Entspannung und Schlaf, um Gelerntes, Erfahrungen und Gedanken des Tages zu verarbeiten.

Text Denise Rosenthal
Fotos StockSnap.io

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