Performative Schwimmraum

Der „Performative Schwimmraum“ verknüpft HBK und Staatstheater.
CA Lukesch Winkler SLASH Ueberschar Nah Art
In der zweiten Ausgabe des Performance-Formats beschäftigt sich das Theater-Kollektiv Lukesch&Winkler unter dem Titel „One2another“ mit dem Phänomen der Popmusik und dessen klassischer Ästhetik. Kuratiert wird das Gemeinschaftsprojekt von der Leiterin des Instituts für Performative Künste (IPK) Dorothea Hilliger und dem Schauspiel-Dramaturgen Alexander Kohlmann. Beide verbindet eine langjährige Arbeitsbeziehung. Mit der Veranstaltung soll Raum für den performativen Nachwuchs und außergewöhnliche künstlerische Arbeiten geschaffen werden.
„Im Rahmen unserer Performance werden wir im Rhythmus eines Popsongs agieren: Chorisch, choreografisch und extrovertiert. Die bunte Blase der Popmusik soll vor allem auch durch das Bühnenbild sichtbar werden. Diese Arbeit ist ein Spiel mit Formen, Farben und Facetten, einer Welt, die jeder kennt. Die Abstraktion einer oftmals abgestempelten Kunstform“, erklären Selina Lukesch und Eileen Winkler, Absolventen des Studiengangs Darstellendes Spiel am IPK. Für ihr Projekt kooperieren sie mit ihrem Freund und Studienkollegen Danny Ueberschär. „Er ist sowohl in der Konzeption als auch auf der Bühne als Performer mit dabei. Durch die zusätzliche Kooperation mit dem Künstler Dominik Kuschmieder entsteht eine Zusammenarbeit von bildender und darstellender Kunst. Wir bespielen sein Werk in unserer Performance und lassen so die Skulptur zum Bühnenbild werden.“ Die Uraufführung im Aquarium wird ein interaktiver Prozess zwischen den Schaffenden aus der bildenden Kunst und dem Publikum. Ein performatives Experimentierfeld: Alle werden Teil eines gemeinsamen Theatererlebnisses. „Die beiden regen zum Nachdenken an, amüsieren und lassen stets ein Geheimnis über sich und ihr Werk im Raum“, beschreibt Dramaturg Kohlmann das Duo.

Lukesch&Winkler ist ein junges Kollektiv aus Braunschweig. Es beschäftigt sich meist mit Regeln und Strukturen expliziter Orte und Räume unserer Gesellschaft, wie zum Beispiel die eines Supermarktes, die der Sportwelt oder eben nun die der Popwelt. Die Quintessenz seiner Arbeit sieht das Kollektiv darin, diese Regeln durch präzise Recherche und Beobachtung zu erkennen, sie sich anzueignen um sie folglich aufzubrechen, zu filtern, zu abstrahieren und sie mitsamt ihrer Absurdität in ein neues Setting zu bringen. Auf den ersten Blick oft sehr alltägliche, banale Themen entpuppen sich so als politisch und werden gesellschaftskritisch gewendet, durch die Blume inmitten ihrer Ironie beleuchtet und so auf den Punkt gebracht. Auf klar erkennbaren Bühnen und an sogenannten „Nichtorten“.

In der Spielstätte Aquarium finden seit der aktuellen Spielzeit besondere Theaterinszenierungen, Konzerte, Gespräche und Grenzgänge verschiedener Kunstformen statt. Mit der Reihe „Performativer Schwimmraum“ wird eine Nische bedient. „Für die Studierenden des IPK ist der Schwimmraum eine Möglichkeit, sich außerhalb der Hochschule präsentieren zu können und Erfahrungen im professionellen Rahmen zu sammeln“, freuen sich Selina und Eileen. „Es ist eine Besonderheit, dass an einem Staatstheater ein Experimentierraum für solche Formate bereitgestellt wird, der neue Facetten von Theater sichtbar machen kann.“

Text Katharina Holzberger, Selina Lukesch, Eileen Winkler
Fotos Stephan Chamier – @hericamphantes

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