Ein unvollständiger und subjektiver Blick auf die Braunschweiger Musik

Diese Braunschweiger Geschichte ist eigentlich gar nicht meine, umso schwieriger ist es nun, einen kleinen Exkurs in die erquickliche Welt des Braunschweiger Musik- und Musikerlebens zu machen.

Gut, dass unsere Interviewpartner in dieser Ausgabe Teil der Geschichte sind. Für diesen Text habe ich Jens Müller (unter anderem gehört er zu Silent Radio und verwirklicht eigene musikalische Projekte mit dem Restorchester) mit Fragen gelöchert. Gleich zu Beginn, also nach dem ersten Schluck eines leckeren Getränks, stelle ich fest: Das Netz aus Musikern und Musikliebhabern in dieser Stadt ist fein und dicht und kreuz und quer gesponnen und ein Blick von außen verschafft mir immer nur einen kleinen Teil dieser Story. Also, Augen auf und weiteratmen.

Welche Band ist nun die Band, die den Nostalgikern immer wieder einfällt? Das kommt drauf an, welchem Jahrgang diese Erinner-dich-Menschen angehören. Ganz klar. Fee ist immer dabei. Für alle, die wie ich die 80er Jahre nur von weiter hinten kennen: Mit Fee hat Braunschweig einen eigenen Beitrag zur Neuen Deutschen Welle geliefert.  Fee gehören dabei noch zu den Bands, die nicht aus der Konserve kamen, sondern mit einer Meinung und echten Instrumenten ihren eigenen Stil pflegten. Bei der anstehenden Tour 2018 (oh ja!) kann man sich von der Fee-Neuauflage wieder mitreißen lassen.

Ganz wesentlich für Musiker und Musikgeschehen war das FBZ, das Freizeit- und Bildungszentrum Bürgerpark, auch FreiBiZe genannt. Jens erklärt mir, dass dort jede Band die Chance, hatte, auf einer Bühne mit professioneller Technik und allem Drum und Dran zu spielen. Und das vor einem interessierten Publikum im Herzen der Stadt.

So ein Ort ist wichtig, vor allem, wenn dort kultur- und musikbegeisterte Menschen arbeiten. AC/DC haben im FBZ schon vor ihrem Durchbruch gespielt, ebenso wie Kraftwerk. Und nicht zu vergessen die Ostrocker Puhdys oder City. In meinem Kopf geht nun die Jukebox an: „Geh zu ihr und lass deinen Drachen steigen, geh zu ihr, denn du lebst ja nicht vom Moos allein“. Als Kind der ehemaligen DDR gehören das zu meiner musikalischen Genetik, ob ich will oder nicht.

Fee_c-Marc-Stantien-1_art.jpg

In meinem Kopf geht nun die Jukebox an: „Geh zu ihr und lass deinen Drachen steigen, geh zu ihr, denn du lebst ja nicht vom Moos allein“.

Fee_02_c-Marc-Stantien-2_art.jpg

Ich konzentriere mich wieder auf mein Glas. Welche Bands und Musiker sind denn noch wichtig in der Region? Jens überlegt, „Vielleicht sollte man mal Kaltmiete erwähnen, die haben den Song ‚Der fette MC hat mein Leben zerstört’ frei nach Tocotronic gemacht.“ Namen wie Holger Trull, der als Bassist zurzeit mit den legendären Lake unterwegs ist, oder Fritz Köster, den man hoffentlich nicht mehr vorstellen muss, dürfen nicht unerwähnt bleiben. Ansonsten sind da noch die Shifty Sheriffs, Phase V, State Of Departmentz, Such A Surge, Aleksey, Cappuccino und natürlich die Jazzkantine. Die Liste der Namen wird länger, ein weiteres Getränk neigt sich dem Ende. Auch Oomph! darf man nicht vergessen. Ihr Hit-Song „Augen auf!“ aus dem Jahr 2004 hat vor Kurzem immerhin die sechs Millionen-Marke bei YouTube geknackt. Und dann … ja dann ist da noch Bosse. Aki ist unser aktuelles Braunschweiger Aushängeschild, wenn es um Musik geht. Ein Interview mit ihm gibt es übrigens auf Seite 92. „Er hat sich diesen Erfolg erarbeitet. Er hat nicht aufgegeben und ist drangeblieben. Seinen Stil hat er über die Jahre entwickelt. Echt super“, schwärmt Jens.

Der Input soll für diesen Abend reichen – er reicht mindestens für weitere 30 Jahre SUBWAY. Ich bedanke mich bei Jens für seine Zeit. Auf dem Weg nach Hause plane ich die ersten Musikartikel für 2018. Wo soll ich anfangen? Ach ja, diese eine Band ist ja wieder auf Tour … Wo wir wieder einmal bei Fee wären. Ich wünsche euch ein musikalisches Jahresende – wir lesen uns im Dezember und dann rocken wir gemeinsam in die nächsten Jahre.

Text: Kathleen Kalle
Fotos: Marc Stantien (27.04.1996 HBK), Fee PR

User Rating: 0 / 5

SUBWAY Newsletter

 

Mit SUBWAY verpasst Du kein Event mehr in Braunschweig und der Region. Hol Dir unseren Newsletter!

Kontakt

SUBWAY – Eine Region, ein Magazin

#Redaktion

oeding magazin GmbH
Erzberg 45
38126 Braunschweig

Telefon: 0531-48015-134
Telefax: 0531-48015-79
E-Mail: info@subway.de