DLW Fahrrad cMike Enerio StockSnap 01

Achtung! Der folgende Text ist ein „Rant“ also eine Schimpftirade. Denn Meckern ist gut fürs Wohlbefinden. Fast schon so gut wie Yoga. Leider ist Radfahren gar nicht wie Yoga. Der tägliche (Höllen-)Ritt ins Büro und zurück kostet Kraft und Nerven. Schuld daran sind natürlich die Anderen. Wäre ja auch blöd, mir selbst die Schuld zu geben.
Die Nicht-Blinker zum Beispiel: Diese Spezies tritt sowohl bei Radlern als auch bei Autofahrern auf. Gerade Menschen auf zwei Rädern könnten sich angewöhnen, anstelle von schwankenden Schlangenlinien über die Wege lieber eindeutige Position zu beziehen. Dann rasselt man auch nicht in ein Hinterrad, weil der Abbieger in einer Kolonne auf dem Ring unverhofft bremst, um schnell die grüne Ampel zur Jasperallee zu nehmen. Nice!

Genauso nett sind die Momente, in denen eine Rechts-Links-Schwäche zur Gefahr wird. Wer weicht wie aus? Der in der Gegenrichtung Fahrende macht sich auf abenteuerliche Weise Platz, indem er entweder stur weiter geradeaus fährt: Das ultimative Feiglingsspiel. Oder er schlängelt sich durch entsetzte Fußgänger, die dann ihrerseits auf den Radweg hopsen, um der Gefahr zu entgehen. Da helfen nur wilde Klingelei und gut eingestellte Bremsen.

Überhaupt: Fußgääänger. Ganz ehrlich, die vielen bösen Blicke, die ich bekommen habe, weil ich einen gemütlichen Klönschnack-Moment auf dem Radweg mit meiner fiesen Klingel gestört habe … „Diese Jugend. So laut. So klingelig. So unverschämt!“ Oder die Familien oder Gruppen, deren Gemeinschaftsgefühl einzig und allein dadurch zum Ausdruck gebracht werden kann, dass man quer über Fuß- und Radweg zu sechst nebeneinander flaniert. Unbeirrt von Verkehr und Weltgeschehen um einen herum. Muss schön sein, die Realität so komplett auszublenden und andere für die eigene Sicherheit im Verkehr verantwortlich zu machen.

Alles doof: Autos, Fußgänger, andere Radfahrer oder bekloppte Straßensituationen. Wie etwa Unebenheiten auf der Helmstedter Straße, kurz vor dem Zebrastreifen beim Museum für Photographie, wegen denen man als Radfahrer in der Mitte der Fahrbahn fahren muss, weil es nicht gesund ist, mit dem Gesicht zu bremsen, wenn der Reifen von den Kuhlen im Teer abrutscht.

Ich kann es ja nicht ändern. Mein Radel-Fightface lasse ich nun im Keller und versuche es mit einem Mantra-artigen Ohrwurm: „Always look on the bright side of life … “

Text: Kathleen Kalle
Foto: Mike Enerio (Stocksnap.io)

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