Kennt ihr eigentlich schon ...

… HBK-Präsidentin Vanessa Ohlraun?
Sie hat in Frankreich, Japan, Südafrika, den USA, Kanada, Holland und Norwegen gelebt, studiert und gearbeitet, Gender Studies, Ethnologie und Kunstgeschichte als Magister abgeschlossen. Bevor sie Anfang 2017 in Braunschweig Ober-Boss der HBK wurde, hat sie die Kunstakademie in Oslo geleitet. Heute wohnt sie im östlichen Ringgebiet, schätzt die hiesigen Parks und fährt am liebsten mit ihrem treuen Hollandfahrrad zur Arbeit. Die 1973 geborene hat kein Auto und keine Kinder, dafür aber einen einen Pudel namens Cocotte (dt. Schatz/Liebling/Schnellkochtopf). Nach der Atelierbesetzung von 2017 setzt sie auf Kommunikation und folgt bei ihrer Arbeit dem 70er-Jahre-Text „Die Tyrannei der Strukturlosigkeit“ der Anarchistin Jo Freeman.
Reparieren Sie ihr Hollandrad eigentlich selbst?
Ich lasse es nicht reparieren, deswegen sieht es auch so aus, wie es aussieht. Aber Holland-Fahrräder sind sehr robust, die kann ich nur empfehlen. Einen Platten flicke ich selbst.

Wie fühlt sich das beim Nachhauseradeln an, zu wissen, dass man die HBK-Präsidentin ist?
Gut! Aber was Titel anbelagt, bin ich ziemlich leidenschaftslos. Mich interessiert das herzlich wenig. Höher, schneller, weiter ist nicht meine Motivation.

Was hat Sie als Abiturientin von Tokyo ins beschauliche Freiburg verschlagen?
Ich wollte in eine richtig schöne, kleine, deutsche Unistadt, ganz klassisch und traditionell, wie man sich das so vorstellt, auch um näher bei meiner Familie zu sein, die in Deutschland und Frankreich lebt. Meine erste Wahl fiel auf Freiburg – die sonnigste Stadt Deutschlands.
Wie haben Sie dort als Studentin gewohnt?
Immer in WGs. Auch lange nach der Uni noch. Die größte war zu acht unterm Dach.

Was ist mit WG-Partys?
Wir sind meistens in die Clubs gegangen. Hauptsächlich ins Crash.

Waren Drogen und Alkohol im Spiel?
…  ich habe gefeiert, wie man als Student eben feiert.
Eigentlich müssen wir die ganze Story mit der Atelier-Besetzung nochmal durchkauen, das hängt ja noch in den Köpfen …
Das ist ja ein bisschen Schnee von gestern, aber das können wir machen. Die Besetzung ist vorbei, aber die Themen, die immernoch aktuell sind, diskutieren wir kollektiv mit den Studierenden weiterhin sehr lebendig. Von allen ist der gute Wille da und ich bin optimistisch, dass das fruchtbar sein wird.

Fanden Sie die Atelier-Besetzung legitim?
Wir hätten einen Kompromiss auch anders hingekriegt, aber es ist nun mal so gelaufen.

Wie hätten Sie sich als Atelier-Studentin in der Hausordnungs-Situation verhalten?
Ich hätte den Weg der Kommunikation gesucht. Das ist mein Mantra.
NW Ohlraun c Gideon Hoja Art
Wollten Sie denn mal Künstlerin werden?
Nein, nicht wirklich. Ich habe zwar als Jugendliche viel künstlerisch gearbeitet, mit Öl und Acryl, auch skulptural und fotografisch, auch mal ein Drehbuch für eine Videoarbeit geschrieben. Das alles war dann aber nach dem Abi vorbei. Im Studium wollte ich mich unbedingt Kunstgeschichte und Ethnologie widmen.

Was für Kunst hängt in Ihrem Wohnzimmer?
Da hängt tatsächlich eine Arbeit eines HBK-Absolventen. Eine Fotoarbeit zum Berliner Alexanderplatz.

Für welche Kunst haben Sie zuletzt bezahlt?
Auch für eine Arbeit eines HBK‘lers. Und zwar voriges Jahr vom Meisterschüler Strahinja Skoko, der aus einem Automaten kleine Knoblauchskulpturen verkaufte.
Was ist für Sie schlechte Kunst? Gibt es die?
Ja klar, es gibt viel schlechte Kunst. Kunst, bei der sich nichts gedacht wurde. Ich mag Kunst von Leuten gern, die über das nachdenken, was sie machen. Schlechte Kunst ist die, die einen nicht anregt. Ich bin auch nicht an Kunst interessiert, die rein dekorativ und marktorientiert ist. Das ist nicht mein Ding.

Was hören Sie für Musik?
Vaporwave ist eine interessante Musikform. Das ist eine richtige Pastiche von allen möglichen Dingen, die da zusammen fließen ...

Was für Leute können Sie nicht ausstehen?
Voreingenommene Menschen, die keine Fragen stellen.

Interview Benyamin Bahri
Fotos Gideon Hoja

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