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Sonntags-Matinee: "Was der Oberbergmeister Roeder 1813 noch nicht ahnen konnte - ein Streifzug durch die Erdgeschichte der Rammelsberger Lagerstätte"

Kultur

Termin Sonntag, 25.09.2022
11:00 bis 13:00 Uhr

Veranstaltungsort Weltkulturerbe Rammelsberg  |  Goslar, Deutschland

Webseite www.rammelsberg.de

An der Schwelle zum 19. Jahrhundert führte Oberbergmeister Christoph durch seinen technischen Innovationen den Bergbau am Rammelsberg aus dem Mittelalter in eine frühindustrielle Phase.
Zu diesem Zeitpunkt ging man am Rammelsberg von einer viel kleineren Lagerstätte aus. Roeder und seine Zeitgenossen kannten nur das sog. „Alte Lager“ und auch über die erdgeschichtliche Entstehung und die daraus resultieren Auswirkungen,  waren noch nicht in Gänze erforscht. Mit den Forschungen von Heinrich von Trebra wurde erstmal ein deutlicher Unterschied der Lagerstättenbildung gegenüber dem Oberharz festgestellt. Eine Theorie, die sich in der Folge als richtig herausstellte und auch den Bergbau am Rammelsberg maßgeblich beeinflusste.

Parallel zu der wissenschaftlichen Erforschung der Lagerstätte des Rammelsberges wurde 1859, 49 Jahre nach Roeders Tod, das sog. „Neue Lager“ entdeckt. Diese eher zufällige Entdeckung eines deutlich größeren Erzlagers als dem bisher bekannten, machte den Rammelsberg mit ca. 27 Mio. Tonnen geförderten Roherzes zu einer der bedeutendsten Buntmetalllagerstätte der Welt. Die weitere Erforschung des Rammelsberges bis zum zweiten Drittel des 20. Jahrhunderts konnte die geologische Entstehung und Besonderheit des Orts sehr genau entschlüsseln, die Suche nach weiteren Lagerstätten im Umfeld blieb jedoch erfolglos.

Referenten: Dr. Klaus Stedingh (Geologe), Goslar 

Ort: Weltkulturerbe Rammelsberg

Der Eintritt ist frei.

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