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WOY | Theaterhaus Hildesheim

Theater

Termin Mittwoch, 11.03.2020
20:00 bis 20:00 Uhr

Veranstaltungsort LOT-Theater

Webseite https://www.lot-theater.de/St%C3%BCck/woy-theaterhaus-hildesheim/

WOY
Ein Szenenfragment frei nach Georg Büchner

Das Drama „Woyzeck“ ist ein literarisches Fragment, eine unvollständige Erzählung über einen Mann namens Franz Woyzeck. Er wird von einem Arzt für Experimente ausgenutzt, wird mit der Zeit wahnsinnig und bringt schließlich seine Freundin Marie, Mutter eines Säuglings, um, wofür er am Ende geköpft wird. Auf der Metaebene geht es darum, wie sehr ein Mensch die Kontrolle über sein Leben besitzt oder von seiner „Natur“ gelenkt wird. WOY wird in drei Sprachen aufgeführt: in Deutscher Gebärden-, in Schrift- und Lautsprache. Damit können Menschen mit und ohne Hörschädigung das Stück gleichermaßen verfolgen. Aber auch auf der Bühne ist mit dem gehörlosen Jörg Apel als einem der zwei Schauspieler des Woyzeck und hörenden Schauspieler_innen ein diverses Ensemble vertreten. So sind nicht nur die Aufführungen von einem inklusiven Charakter geprägt, sondern bereits die Kommunikation während der Proben findet mit Gebärdensprachdolmetscherinnen statt. Der schriftliche Teil bei WOY indes wird von Studierenden des Masterstudiengangs Medientext und Medienübersetzung in Form von Übertiteln beigesteuert, die die entsprechenden Teile der Textfassung auf die Bühne holen. Zum einen wird der Fragment-Charakter des literarischen Werks in Form verschiedener Bilder während des Theaterstücks aufgegriffen. Diese geben den Figuren die Möglichkeit, auch nach ihrem Abtritt im Original von Büchner ihre Sicht auf die Ereignisse zu geben und versuchen dabei zum Beispiel, Woyzecks Verfall zu erklären. Der eigentliche Inhalt der Erzählung wird zu Beginn in einem Stummfilm kompakt dargestellt. Zum anderen zieht sich durch das ganze Stück eine Sichtweise auf das Opfer-Täter_innen-Verhältnis, die bei WOY anders als beim Original von Büchner ausfällt. Statt sich auf Woyzeck zu konzentrieren steht seine Freundin Marie im Fokus, die Opfer von Woyzecks Wahnsinn wird.

Eine Produktion vom Theaterhaus Hildesheim | Regie: Manuela Hörr | Dramaturgie: Nicola Bongard | Ensemble: Jörg Apel, Marie-Thérése Fontheim, Andreas Klumpf, Marion Jansen, Sarah Elena Prieto Peña, Frank Watzke |
Regieassistenz: Nadja Sünel | Gebärdendolmetscherin: Sarah Elena Prieto Peña | Videokunst, Bühnenbild: Jörg Finger | Übertitelung: Jörg Finger und das Seminar „Theaterübertitelung“ unter der Leitung von Nathalie Mälzer, Saskia Schulz und Jeffrey Döring | Kostüm: Greta Strauch | Technik, Musik: Mark Roberts | Produktionsleitung: Antonia Rehfueß | Probenbegleitung: Eva Kiok


Gefördert von Aktion Mensch, der Friedrich Weinhagen Stiftung, der Johannishofstiftung, dem Landschaftsverband Hildesheim, der Stiftung Niedersachsen, der Universität Hildesheim, der Sparkasse Hildesheim Goslar Peine und dem Niedersächsischen Landesamt für Soziales, Jugend und Familie.

(Fotografin: Uta Lorenz)

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